Netzentgelte 2026

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Netzentgelte 2026: So viel sparen Sie wirklich

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Die Netzentgelte 2026 sinken in den meisten Regionen Deutschlands deutlich – im Schnitt um 17,6 Prozent oder rund 1,95 Cent pro Kilowattstunde. Möglich macht das ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF), der die Übertragungsnetzentgelte massiv dämpft. Doch nicht jeder Haushalt spart gleich viel: Wer in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern wohnt, bekommt deutlich mehr Entlastung als Verbraucher in Hamburg oder Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig steigen die Gas-Netzentgelte 2026 – und für Hausbesitzer mit Wärmepumpe oder Photovoltaik gibt es zusätzliche Hebel, um die Stromrechnung weiter zu senken. Wir erklären Ihnen, was sich ändert, wie Sie konkret sparen und worauf Sie achten sollten.

Clever Kompakt
Netzentgelte 2026 auf einen Blick
  • Die Strom-Netzentgelte 2026 sinken im Bundesdurchschnitt um etwa 17,6 % – ein Haushalt mit 3.500 kWh Verbrauch spart rechnerisch rund 100 Euro pro Jahr.
  • Der Bundeszuschuss von 6,5 Mrd. Euro reduziert das durchschnittliche Netzentgelt auf der Höchstspannungsebene um 57 Prozent auf 2,86 ct/kWh.
  • In Baden-Württemberg sinkt der Arbeitspreis bei Netze BW von 9,73 ct/kWh auf 7,57 ct/kWh – ein Minus von rund 22 Prozent.
  • Gas-Netzentgelte 2026 steigen je nach Region um 5 bis 19 Prozent – ein zusätzliches Argument für den Heizungstausch.
  • Mit dynamischen Netzentgelten nach § 14a EnWG können Wärmepumpen– und Wallbox-Besitzer zusätzlich bis zu 190 Euro pro Jahr sparen.
  • Photovoltaik-Anlagen zahlen für eingespeisten Strom keine Netzentgelte – die Einspeisung bleibt vergütungsbasiert.

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−17,6 %
durchschnittliche Senkung Strom-Netzentgelte 2026
6,5 Mrd. €
Bundeszuschuss aus dem KTF
~100 €
Ersparnis bei 3.500 kWh Jahresverbrauch
bis 190 €
zusätzlich durch § 14a EnWG

Was sind Netzentgelte überhaupt?

Netzentgelte – auch Netznutzungsentgelte genannt – sind Gebühren, die Netzbetreiber für den Transport des Stroms vom Kraftwerk bis zur Steckdose erheben. Sie finanzieren Betrieb, Wartung und Ausbau des Stromnetzes. Jeder Haushalt zahlt diese Gebühren automatisch über die Stromrechnung; der Stromanbieter führt sie an den zuständigen Netzbetreiber ab. Die Höhe der Netzentgelte legt nicht der Netzbetreiber selbst fest – sie wird von der Bundesnetzagentur reguliert und auf Basis sogenannter Erlösobergrenzen genehmigt.

Insgesamt machen die Netzentgelte rund 25 Prozent des durchschnittlichen Strompreises aus. Damit sind sie nach der Strombeschaffung der zweitgrößte Kostenblock auf Ihrer Rechnung. Die übrigen Bestandteile sind Steuern, Umlagen und der Vertriebsanteil des Stromanbieters.

Übertragungsnetz und Verteilnetz – wer macht was?

In Deutschland gibt es vier große Übertragungsnetzbetreiber: Tennet, 50Hertz, Amprion und TransnetBW. Sie betreiben das Höchstspannungsnetz, also die „Stromautobahnen”, die den Strom über weite Strecken transportieren. Die regionalen Verteilnetzbetreiber – rund 880 Unternehmen, darunter Netze BW, Bayernwerk Netz, E.DIS oder Avacon – liefern den Strom anschließend bis zum Endkunden. Jede dieser Spannungsebenen kostet Geld, und genau diese Kosten fließen über die Netzentgelte auf Ihre Stromrechnung.

Strom-Netzentgelte 2026: Wie viel Sie wirklich sparen

Die Strom-Netzentgelte 2026 sinken laut Bundesnetzagentur und der Vergleichsplattform ene’t im Bundesdurchschnitt um 17,6 Prozent. Konkret bedeutet das: Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt rechnerisch rund 100 Euro weniger als 2025. Bei einem Verbrauch von 4.000 kWh liegt die Ersparnis je nach Region zwischen 65 und 120 Euro. Das durchschnittliche Netzentgelt für Privatkunden fällt damit auf etwa 10,4 Cent pro Kilowattstunde – rund 20 Prozent weniger als 2024.

Warum sinken die Netzentgelte 2026 so deutlich?

Hauptgrund ist der Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro, der die Übertragungsnetzentgelte 2026 von rund 6,65 ct/kWh auf 2,86 ct/kWh drückt – das entspricht einem Minus von 57 Prozent auf der Höchstspannungsebene. Diese Entlastung fließt über die nachgelagerten Verteilnetzbetreiber an alle Stromkunden weiter. Allerdings hängt die tatsächliche Höhe der Senkung stark davon ab, wie das jeweilige regionale Netz strukturiert ist und welcher Anteil der Kosten aus dem Übertragungsnetz stammt.

Wichtig zu wissen

Sinkende Netzentgelte führen nicht automatisch zu niedrigeren Stromrechnungen. Stromanbieter sind nicht verpflichtet, die Senkung 1:1 weiterzugeben. Steigende Beschaffungspreise oder Umlagen können den Effekt überlagern. Ein Tarifvergleich lohnt sich daher 2026 besonders.

Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro – darum sinken die Netzentgelte 2026

Am 12. Dezember 2025 trat das Gesetz für den Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten in Kraft. Der Zuschuss stammt aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) und wird an die vier Übertragungsnetzbetreiber ausgezahlt. Ziel ist es, die durch den Netzausbau für die Energiewende entstandenen Kosten zumindest temporär zu dämpfen. Zusätzlich entfällt zum 1. Januar 2026 die Gasspeicherumlage – beide Maßnahmen entlasten Verbraucher und Unternehmen 2026 laut Bundesregierung zusammen um rund 10 Milliarden Euro.

Für 600.000 produzierende Unternehmen sowie Land- und Forstwirtschaftsbetriebe bleibt zudem die Stromsteuer dauerhaft auf dem EU-Mindestsatz. Damit will die Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie stärken. Allerdings: Für private Haushalte gilt der niedrige Stromsteuersatz nicht – sie profitieren ausschließlich über den Netzentgelt-Zuschuss.

Regionale Unterschiede 2026 – wer profitiert am meisten?

Wer 2026 wie viel spart, hängt entscheidend vom Wohnort ab. In Bundesländern mit vielen Erneuerbare-Energien-Anlagen und gleichzeitig wenig Kunden – also klassisch in Ostdeutschland – sinken die Netzentgelte am stärksten. Dort wurde in den vergangenen Jahren besonders viel ins Verteilnetz investiert, weshalb die ursprünglichen Entgelte hoch waren. Mit der bundesweiten Umverteilung ab 2025 und dem Zuschuss 2026 fällt diese Last nun anteilig.

Bundesland Netzentgelt 2026 (ct/kWh) Veränderung zu 2025 Jahresersparnis (4.000 kWh)
Mecklenburg-Vorpommern7,4−22 %~ 102 €
Brandenburg8,0−23 %~ 114 €
Bayern7,8−20 %~ 93 €
Schleswig-Holstein8,7−17 %~ 85 €
Berlin8,6−23 %~ 121 €
Niedersachsen8,0−18 %~ 81 €
Hessen9,4−13 %~ 69 €
Baden-Württemberg9,8−17 %~ 93 €
Nordrhein-Westfalen9,8−12 %~ 65 €
Hamburg11,8−17 %~ 115 €

Die Spannweite ist enorm: Während Mecklenburg-Vorpommern mit 7,4 ct/kWh die niedrigsten Netzentgelte ausweist, zahlen Hamburger nach wie vor 11,8 ct/kWh. Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz profitieren prozentual am wenigsten – dort wird 2026 zwar auch entlastet, aber deutlich weniger stark als in Ostdeutschland. Folglich entscheidet die Postleitzahl 2026 stärker denn je darüber, wie hoch Ihre Stromrechnung tatsächlich ausfällt.

Netzentgelte 2026 in Baden-Württemberg und Stuttgart

In unserer Heimatregion Baden-Württemberg betreibt die Netze BW GmbH, eine Tochter der EnBW, das Stromnetz für rund 2,37 Millionen Netzkunden. Für 2026 hat Netze BW als einer der ersten Netzbetreiber die vorläufigen Netzentgelte veröffentlicht – und die Zahlen sind erfreulich: Der Grundpreis für einen Haushaltsanschluss sinkt von 107,96 Euro auf 84 Euro, der Arbeitspreis von 9,73 ct/kWh auf 7,57 ct/kWh. Insgesamt zahlt ein typischer Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch rund 22 Prozent weniger fürs Stromnetz als 2025.

Beispielrechnung für einen Stuttgarter Haushalt mit 4.000 kWh Verbrauch: Statt rund 483 Euro Netznutzung im Jahr 2025 fallen 2026 nur noch etwa 387 Euro an – eine Ersparnis von rund 96 Euro. In unseren Projekten in Stuttgart und ganz Deutschland erleben wir, dass viele Hausbesitzer diesen Effekt unterschätzen. Zusammen mit niedrigeren Beschaffungspreisen einiger Anbieter sind 2026 Stromtarife unter 30 ct/kWh in Baden-Württemberg wieder realistisch.

Gas-Netzentgelte 2026: Anstieg statt Senkung

Anders als beim Strom geht es bei den Gas-Netzentgelten 2026 in den meisten Regionen nach oben. Auf der Fernleitungsnetzebene steigen die Entgelte laut Bundesnetzagentur durchschnittlich um etwa 5,2 Prozent. Besonders stark trifft es Hamburg (+19,1 %), München (+13,8 %) sowie Düsseldorf und Frankfurt (jeweils +6,7 %). Lediglich in Dresden gibt es nach einem Rekordanstieg 2025 nun ein Minus von 6,3 Prozent.

Hauptgrund für den Anstieg sind rückläufige Gasabsatzmengen: Weil immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen oder Fernwärme umsteigen, verteilen sich die Fixkosten des Gasnetzes auf weniger Kunden. Hinzu kommen Investitionen in die Wasserstoff-Vorbereitung und ein neues Abschreibungsregime der Bundesnetzagentur. Allerdings entfällt 2026 die Gasspeicherumlage, weshalb die Gesamtbelastung beim Gas im Saldo trotz höherer Netzentgelte nur moderat steigt. Wer ohnehin über einen Heizungstausch nachdenkt, findet 2026 also ein doppeltes Argument: günstigerer Strom für die Wärmepumpe und teurere Gasversorgung.

Strategischer Vorteil für Wärmepumpen-Besitzer

Während Gas-Heizungen 2026 teurer werden, sinken die Stromkosten für Wärmepumpen durch die niedrigeren Netzentgelte spürbar. Bei einem Heizstromverbrauch von 4.500 kWh ergibt das je nach Region eine zusätzliche Entlastung von 90 bis 130 Euro pro Jahr.

Kommt die Senkung der Netzentgelte 2026 wirklich beim Kunden an?

Nicht zwangsläufig. Stromanbieter sind nicht verpflichtet, die niedrigeren Netzentgelte 1:1 an ihre Kunden weiterzugeben. In der Praxis zeigen die Vergleichsplattform Verivox und der BDEW: Viele Grundversorger reduzieren ihre Tarife 2026 um etwa neun Prozent, einige preisaggressive Anbieter sogar mehr. Andere wiederum nutzen die Entlastung, um steigende Beschaffungspreise abzufedern – dann bleibt der Endpreis weitgehend unverändert.

Daher lohnt sich 2026 ein gründlicher Tarifvergleich. Prüfen Sie die Preisanpassung Ihres aktuellen Versorgers; falls die Senkung gering ausfällt, haben Sie durch die Preisänderung automatisch ein Sonderkündigungsrecht. Übrigens: Der Bundeszuschuss muss laut Gesetz transparent in der Rechnungserläuterung ausgewiesen werden. Falls Ihr Versorger das nicht tut, fragen Sie aktiv nach – das ist Ihr gutes Recht.

Dynamische Netzentgelte und § 14a EnWG: bis zu 190 Euro zusätzlich sparen

Neben der allgemeinen Senkung gibt es 2026 einen zweiten Hebel: die dynamischen Netzentgelte nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Die Regelung gilt seit Januar 2024 für alle neu installierten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen mit einer Leistung über 4,2 kW – also typischerweise Wärmepumpen, Wallboxen, Stromspeicher und Klimaanlagen. Wer dem Netzbetreiber erlaubt, sein Gerät bei drohenden Engpässen kurzzeitig zu drosseln, erhält im Gegenzug deutlich reduzierte Netzentgelte.

Modul 1, 2 und 3 – welche Variante passt?

Beim § 14a EnWG haben Sie die Wahl zwischen drei Modulen. Modul 1 ist eine pauschale jährliche Reduzierung der Netzentgelte – meist zwischen 110 und 190 Euro brutto, abhängig vom Netzbetreiber. Modul 2 reduziert den Arbeitspreis, dafür entfällt der pauschale Bonus. Modul 3 schließlich nutzt zeitvariable Netzentgelte: In Niedriglastzeiten zahlen Sie weniger, in Spitzenzeiten mehr. Voraussetzung für Modul 3 ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter), das den Verbrauch in Echtzeit erfasst.

Im Bundesdurchschnitt liegt 2026 die Differenz zwischen Standardtarif und Niedrigtarif bei 5,1 ct/kWh netto, zwischen Standard- und Hochtarif bei 3,3 ct/kWh netto. Für einen Wärmepumpen-Haushalt mit 5.000 kWh Heizstrom pro Jahr und gut steuerbarem Verbrauch sind so durchaus 250 bis 350 Euro Ersparnis möglich – allerdings erfordert das eine flexible Anlagensteuerung. Übrigens: Hausbesitzer mit Stromspeicher profitieren besonders, weil sie Lastspitzen leichter glätten können.

Drosselung in der Praxis

Die Drosselung über § 14a bedeutet keine komplette Abschaltung. Eine Wärmepumpe heizt während einer Drosselung mit reduzierter Leistung weiter, die Wallbox lädt langsamer. Der Komfortverlust ist in den meisten Haushalten kaum spürbar.

Netzentgelte für Einspeisung – was Photovoltaik-Besitzer wissen müssen

Eine Frage, die uns in der Energieberatung häufig gestellt wird: Müssen Photovoltaik-Besitzer Netzentgelte für eingespeisten Strom zahlen? Die klare Antwort: Nein. Für die Einspeisung von Strom aus PV-Anlagen werden derzeit keine Netzentgelte erhoben. Anlagenbetreiber erhalten stattdessen die EEG-Einspeisevergütung – 2026 liegt diese bei 7,78 ct/kWh für Teileinspeisung und 12,35 ct/kWh für Volleinspeisung bei Anlagen bis 10 kWp. Die Vergütung sinkt halbjährlich um ein Prozent.

Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Seit 25. Februar 2025 entfällt nach dem Solarspitzengesetz die Einspeisevergütung in Zeiten negativer Strombörsenpreise. Diese ausgefallenen Stunden werden jedoch ans Ende der 20-jährigen Förderperiode angehängt. Wer 2026 noch eine Anlage in Betrieb nimmt, sichert sich die heutigen Vergütungssätze für volle 20 Jahre nach § 100 EEG – ab 2027 droht die Abschaffung der festen Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp.

Die Photovoltaikanlage bleibt damit auch 2026 eine der lohnendsten Investitionen für Hausbesitzer. Wer den selbst erzeugten Strom für Wärmepumpe oder Wallbox nutzt, spart obendrein die kompletten Netzentgelte für diesen Anteil. Für eine konkrete Berechnung lohnt sich der Blick in die Kosten einer PV-Anlage 2026.

Was passiert mit den Netzentgelten ab 2027?

Der Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro ist auf das Jahr 2026 befristet. Die Bundesregierung hat angekündigt, weitere Entlastungen zu prüfen, eine Verlängerung ist aber bisher nicht beschlossen. Ohne Anschlussregelung würden die Übertragungsnetzentgelte 2027 wieder auf das Niveau von 2025 zurückspringen – plus zusätzliche Investitionskosten für den weiteren Netzausbau. Folglich könnten die Netzentgelte ab 2027 sprunghaft ansteigen.

Aus unserer Sicht sollten Hausbesitzer das Jahr 2026 deshalb strategisch nutzen: Investitionen in eine Wärmepumpe, Photovoltaik oder Dämmung amortisieren sich schneller, wenn die Stromkosten kurzfristig niedrig sind. Wer parallel die Förderungen 2026 für die energetische Sanierung nutzt, kombiniert zwei Hebel und macht sich unabhängiger von künftigen Preissteigerungen.

Befristung beachten

Die niedrigen Netzentgelte 2026 sind ausdrücklich nicht dauerhaft. Wer langfristig planbare Energiekosten will, kommt um eigene Erzeugung (Photovoltaik) und effiziente Heiztechnik (Wärmepumpe) kaum herum. 2027 droht ohne Anschlussregelung ein deutlicher Anstieg.

Wie GREENOX-Kunden mit Wärmepumpe und PV maximal profitieren

Die Senkung der Netzentgelte 2026 entfaltet ihre volle Wirkung erst, wenn sie mit den richtigen Maßnahmen kombiniert wird. In unseren Projekten in Stuttgart und ganz Deutschland sehen wir vier Hebel, die zusammen wirken:

  • Anbieter prüfen und ggf. wechseln: Vergleichen Sie Anfang 2026 Ihren aktuellen Stromtarif. Falls die Senkung Ihres Versorgers gering ausfällt, ist ein Wechsel über das Sonderkündigungsrecht möglich. Allein dadurch sind oft 100 bis 200 Euro Ersparnis drin.
  • § 14a EnWG aktivieren: Wer Wärmepumpe, Wallbox oder Stromspeicher betreibt, sollte die pauschale Reduzierung über Modul 1 beim Netzbetreiber beantragen – das bringt zusätzlich 110 bis 190 Euro pro Jahr.
  • Photovoltaik nachrüsten oder ausbauen: Selbst erzeugter Strom kostet weder Energiebeschaffung noch Netzentgelte. Eine Kombination aus Wärmepumpe mit Solar ist 2026 finanziell besonders attraktiv.
  • Smart Meter installieren lassen: Für dynamische Netzentgelte (Modul 3) und dynamische Stromtarife brauchen Sie ein intelligentes Messsystem. Den Einbau können Sie direkt beim Messstellenbetreiber Ihrer Wahl beantragen.

Wer alle vier Hebel kombiniert, kommt auf eine realistische Gesamtersparnis von 400 bis 800 Euro pro Jahr – je nach Verbrauchsstruktur und PV-Anlage. Hausbesitzer mit Elektroauto profitieren zusätzlich, weil die Wallbox-Förderung 2026 in vielen Konstellationen mit der § 14a-Reduzierung kombinierbar ist.

Fazit: Die Netzentgelte 2026 als Chance nutzen

Die Netzentgelte 2026 markieren eine deutliche Entlastung für Stromkunden – aber nur für ein Jahr. Wer den Effekt voll mitnehmen will, sollte 2026 aktiv werden: Tarife vergleichen, § 14a EnWG nutzen, Photovoltaik prüfen und – wenn die Heizung ohnehin bald ausgetauscht werden muss – über die Wärmepumpe nachdenken. Die parallele Steigerung der Gas-Netzentgelte verstärkt diesen strategischen Hebel. Gerade weil die Bundesregierung den Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro nur für 2026 garantiert, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um die eigene Energieversorgung dauerhaft günstiger und unabhängiger aufzustellen.

Weiterführende Artikel: Wärmepumpen-Vergleich 2026, Wärmepumpe mit Solar kombinieren und Förderungen für die energetische Sanierung 2026.

Häufige Fragen zu den Netzentgelten 2026

Was sind Netzentgelte und wie hoch sind sie 2026?

Netzentgelte sind Gebühren für die Nutzung des Stromnetzes. Sie machen rund 25 Prozent des Strompreises aus. 2026 liegen sie im Bundesdurchschnitt bei etwa 10,4 Cent pro Kilowattstunde – etwa 17,6 Prozent weniger als 2025. Die Höhe variiert stark je nach Bundesland und Netzbetreiber.

Warum sinken die Netzentgelte 2026?

Die Bundesregierung gibt 2026 einen einmaligen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds an die vier Übertragungsnetzbetreiber. Dadurch sinkt das durchschnittliche Übertragungsnetzentgelt um 57 Prozent auf 2,86 ct/kWh. Diese Entlastung wird über die Verteilnetzbetreiber an Stromkunden weitergegeben.

Wie viel sparen Haushalte durch die Senkung der Netzentgelte 2026?

Ein Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch spart rechnerisch rund 100 Euro. Bei 4.000 kWh sind es regional zwischen 65 und 120 Euro. Die tatsächliche Ersparnis hängt allerdings davon ab, wie stark Ihr Stromanbieter die Senkung weitergibt – ein Tarifvergleich ist 2026 besonders empfehlenswert.

Sinken die Netzentgelte 2026 in allen Bundesländern gleich stark?

Nein, die Unterschiede sind erheblich. Am stärksten profitieren Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Senkungen von über 22 Prozent. In Nordrhein-Westfalen liegt das Minus dagegen nur bei rund 12 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern hat mit 7,4 ct/kWh die niedrigsten, Hamburg mit 11,8 ct/kWh die höchsten Netzentgelte.

Was passiert mit den Gas-Netzentgelten 2026?

Die Gas-Netzentgelte 2026 steigen in den meisten Regionen – auf Fernleitungsnetzebene durchschnittlich um 5,2 Prozent, in Hamburg sogar um 19,1 Prozent. Hauptgründe sind sinkende Gasabsatzmengen und Investitionen in die Wasserstoff-Vorbereitung. Allerdings entfällt 2026 die Gasspeicherumlage, was den Anstieg teilweise abfedert.

Was sind dynamische Netzentgelte nach § 14a EnWG?

Dynamische Netzentgelte sind zeitvariable Tarife, die sich an der Netzauslastung orientieren. Nachts und mittags sind sie günstiger, abends teurer. Für die Nutzung brauchen Sie ein Smart Meter und eine steuerbare Verbrauchseinrichtung wie Wärmepumpe, Wallbox oder Stromspeicher. Im Gegenzug für die Netzfreundlichkeit erhalten Haushalte 110 bis 190 Euro Pauschale (Modul 1) oder zeitvariable Tarife (Modul 3).

Müssen Stromanbieter die Senkung der Netzentgelte 2026 weitergeben?

Nein, eine direkte Weitergabe-Pflicht gibt es nicht. Allerdings müssen Anbieter den Bundeszuschuss transparent in der Preiskalkulation berücksichtigen. Die meisten Versorger geben die Senkung weiter, weil sonst Wettbewerber günstigere Tarife anbieten. Bei Preisänderungen haben Sie zudem ein Sonderkündigungsrecht.

Was passiert mit den Netzentgelten nach 2026?

Der Bundeszuschuss ist auf 2026 befristet. Ohne Anschlussregelung könnten die Netzentgelte 2027 deutlich steigen – plus zusätzliche Investitionskosten für den Netzausbau. Die Bundesregierung prüft weitere Entlastungen, eine Entscheidung steht aber noch aus. Wer langfristig planbare Energiekosten will, sollte 2026 in eigene Erzeugung und effiziente Heiztechnik investieren.

Zahlen Photovoltaik-Anlagenbetreiber Netzentgelte für die Einspeisung?

Nein, für die Einspeisung von PV-Strom werden derzeit keine Netzentgelte erhoben. Anlagenbetreiber erhalten stattdessen die EEG-Einspeisevergütung – 2026 liegt diese bei 7,78 ct/kWh für Teileinspeisung und 12,35 ct/kWh für Volleinspeisung bei Anlagen bis 10 kWp. Eigenverbrauch ist netzentgeltfrei und damit 2026 besonders attraktiv.

Wie profitieren Wärmepumpen-Besitzer von der Senkung der Netzentgelte 2026?

Bei einem typischen Heizstromverbrauch von 4.500 kWh ergibt die Senkung 2026 eine Ersparnis von 90 bis 130 Euro pro Jahr. Zusätzlich können Wärmepumpen-Besitzer den § 14a EnWG nutzen und bis zu 190 Euro Pauschale erhalten. In Kombination mit Photovoltaik und einem dynamischen Stromtarif sind Gesamteinsparungen von 400 bis 800 Euro realistisch.

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