Wärmepumpen Vergleich 2026 GREENOX

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Wärmepumpen Vergleich 2026: Alle Typen im Überblick

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Ob Luft, Erdreich oder Grundwasser: Wärmepumpen nutzen kostenlose Umweltenergie zum Heizen – und werden deshalb immer häufiger zum Herzstück moderner Heizsysteme. Doch welcher Typ passt zu welchem Gebäude, und worauf kommt es beim Wärmepumpen-Kauf wirklich an? Dieser Vergleich bringt Klarheit: über die vier Haupttypen, ihre Jahresarbeitszahlen, reale Kostenrahmen und die BEG-Förderung, die seit 2024 über die KfW abgewickelt wird. Als Heizungsbauer aus Stuttgart begleiten wir täglich Eigentümer durch genau diese Entscheidung – und wissen, welche Stolperfallen es zu vermeiden gilt.

Clever Kompakt
Das Wichtigste im Überblick
  • Es gibt vier Wärmepumpen-Typen: Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser und Luft-Luft – jeder mit eigenen Voraussetzungen, Kosten und Effizienzwerten.
  • Die Jahresarbeitszahl (JAZ) zeigt, wie effizient eine Wärmepumpe übers ganze Jahr arbeitet – je höher, desto geringer der Stromverbrauch.
  • Die BEG-Förderung 2026 ermöglicht bis zu 70 % Zuschuss über die KfW – wir unterstützen bei der Antragstellung
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen eignen sich auch für gut gedämmte Altbauten und sind mit Abstand am weitesten verbreitet.
  • Sole-Wasser-Anlagen erzielen die höchsten JAZ-Werte, erfordern aber eine Tiefenbohrung oder Flächenkollektor – mit entsprechend höherem Aufwand.

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3,0–5,5
JAZ-Bandbreite je nach WP-Typ und Gebäude
bis 70 %
BEG-Förderung über KfW möglich (Stand 2026)
15.000–40.000+ €
Typische Gesamtkosten je nach Typ (Richtwert, vor Förderung)
15–20 J.
Typische Lebensdauer einer Wärmepumpe

Wärmepumpen-Typen im Vergleich: Vier Konzepte, ein Ziel

Alle Wärmepumpen funktionieren nach demselben physikalischen Prinzip: Sie entziehen einer natürlichen Wärmequelle Energie, verdichten diese durch einen Kompressor auf ein höheres Temperaturniveau und geben die Wärme an den Heizkreislauf ab. Der entscheidende Unterschied liegt in der Wärmequelle – und die bestimmt maßgeblich, wie einfach die Installation ist, welche Effizienz erreichbar ist und was das System insgesamt kostet.

Wärmepumpen Vergleich: Vier Wärmepumpen-Typen im direkten Überblick

Luft-Wasser-Wärmepumpe: Der Allrounder für fast jedes Gebäude

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entnimmt der Außenluft thermische Energie – selbst dann noch, wenn es draußen mehrere Grad unter null ist. Moderne Inverter-Geräte arbeiten bis zu Außentemperaturen von etwa −20 °C zuverlässig. Ihr größter Vorteil: Die Installation erfordert weder Erdbohrung noch Genehmigung für das Aufstellen des Außengeräts in den meisten Gemeinden. Das macht Luft-Wasser-Wärmepumpen zur am häufigsten gewählten Variante – sowohl im Neubau als auch bei der Heizungssanierung im Altbau.

Im Wärmepumpen Vergleich schneiden Luft-Wasser-Geräte bei der Jahresarbeitszahl etwas schwächer ab als Erdreich- oder Grundwassersysteme, weil die Lufttemperatur im Winter sinkt und damit auch die Effizienz. Realistisch erreichbare JAZ-Werte liegen je nach Dämmstandard, Vorlauftemperatur und Standort zwischen 3,0 und 4,5. Es gibt zwei Bauformen: Monoblock-Geräte bündeln alle Komponenten außen, Split-Geräte trennen Außen- und Inneneinheit und übertragen nur Kältemittel – was geringere Verluste bedeutet, aber eine Kältemittellizenz beim Installateur erfordert.

Lärm im Wohngebiet: Auf dB(A)-Werte achten

Aktuelle Luft-Wasser-Wärmepumpen sind deutlich leiser als Modelle der Vorgängergeneration. Topmodelle wie die Vaillant aroTHERM plus erreichen im Nachtbetrieb Schallpegel von rund 46 dB(A) – vergleichbar mit einem ruhigen Gespräch. Achten Sie bei der Planung auf den Mindestabstand zur Grundstücksgrenze, der in der Regel 3 m beträgt und je nach Bundesland variiert.

Sole-Wasser-Wärmepumpe: Maximale Effizienz durch konstante Erdwärme

Das Erdreich in einer Tiefe ab ca. 10 m hat das ganze Jahr über eine nahezu konstante Temperatur zwischen 8 und 12 °C. Genau diese Konstanz macht die Sole-Wasser-Erdwärmepumpe so effizient: Sie muss nie mit stark schwankenden Quelltemperaturen umgehen und erreicht deshalb zuverlässig Jahresarbeitszahlen zwischen 4,0 und 5,5 – je nach Auslegung und Gebäude. Die Wärme wird über ein Fluid (Sole) aus Tiefenbohrungen oder Flächenkollektoren entnommen und dem Kältemittelkreis zugeführt.

Der Nachteil liegt im Erschließungsaufwand: Tiefenbohrungen kosten je nach Region ca. 80–120 € pro Bohrmeter und müssen behördlich genehmigt werden. Flächenkollektoren sind günstiger, benötigen aber erhebliche unbebaute Grundstücksfläche – als Faustregel das 1,5- bis 2-Fache der zu beheizenden Wohnfläche. Wer ein entsprechendes Grundstück hat und auf langfristig niedrige Betriebskosten setzt, fährt mit einer Erdwärmepumpe besonders wirtschaftlich.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Höchste JAZ, aber mit Auflagen

Grundwasser bietet als Wärmequelle sogar noch stabilere Temperaturen als das Erdreich – meist konstant zwischen 10 und 12 °C. Wasser-Wasser-Wärmepumpen erzielen deshalb die höchsten Jahresarbeitszahlen aller Typen: Werte von 4,5 bis 6,0 sind möglich. Für den Betrieb werden zwei Brunnen benötigt – ein Förderbrunnen, der Grundwasser ansaugt, und ein Schluckbrunnen, der das abgekühlte Wasser zurückleitet. Beide müssen von einem Hydrogeologen geplant und behördlich genehmigt werden.

Diese Anlage kommt deshalb nur infrage, wenn ausreichend Grundwasser in geringer Tiefe vorhanden ist und die Bodenqualität geeignet ist. In manchen Regionen rund um Stuttgart ist beides gegeben – in anderen schlicht nicht. Ein Gutachten gibt Aufschluss, bevor Sie in eine Planung investieren.

Luft-Luft-Wärmepumpe: Klimaanlage und Heizung in einem

Luft-Luft-Wärmepumpen – im Alltag oft als Split-Klimaanlage bezeichnet – transportieren Wärme direkt von der Außenluft in den Wohnraum, ohne einen wassergeführten Heizkreislauf. Sie heizen im Winter effizient und kühlen im Sommer. Für den Einsatz als primäres Heizsystem müssen jedoch alle Räume ausreichend erschlossen sein; Fußboden- oder Heizkörpersysteme können sie nicht bedienen.

Ob Luft-Luft-Geräte über die BEG-Förderung der KfW förderfähig sind, hängt von der konkreten Situation ab – eine pauschale Antwort gibt es hier nicht. Wir empfehlen, dies im Beratungsgespräch projektbezogen zu klären.

Effizienz im Wärmepumpen Vergleich: JAZ und COP richtig einordnen

Beim Wärmepumpen Vergleich tauchen zwei Kennzahlen immer wieder auf: COP und JAZ. Beide messen das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom – aber auf unterschiedliche Weise und mit sehr unterschiedlichem Aussagewert für den Alltag.

Jahresarbeitszahl (JAZ): Der ehrlichere Effizienzwert

Der COP (Coefficient of Performance) gibt an, wie viel Wärme eine Anlage unter genau definierten Laborbedingungen pro Kilowattstunde Strom erzeugt – häufig bei einer Außentemperatur von 7 °C und einer Vorlauftemperatur von 35 °C. Ein COP von 4,0 klingt beeindruckend, sagt aber wenig darüber aus, wie die Wärmepumpe im deutschen Winter mit Temperaturen um −5 °C oder tiefer abschneidet.

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) hingegen beschreibt die tatsächliche Jahreseffizienz über alle Betriebsstunden hinweg – inklusive kalter Wintertage, Abtauprozessen und Warmwasserbereitung. Sie ist die aussagekräftigere Kennzahl und liegt bei gut ausgelegten Anlagen in der Praxis häufig zwischen 3,0 und 4,5 (Luft-Wasser) bzw. 4,0 und 5,5 (Sole-Wasser). Diese Werte variieren je nach Dämmstandard des Gebäudes, Heizflächen und Standortklima – pauschale Versprechen einzelner Hersteller sollten Sie deshalb stets kritisch hinterfragen.

Wärmepumpen Vergleich nach JAZ: Reale Jahresarbeitszahlen verschiedener Wärmepumpen

Vorlauftemperatur: Der unterschätzte Effizienzfaktor

Eine der wichtigsten Stellschrauben für die JAZ ist die Vorlauftemperatur – also die Temperatur, auf die die Wärmepumpe das Heizwasser erwärmt. Die Regel ist einfach: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto weniger Strom benötigt die Anlage. Fußbodenheizungen arbeiten typischerweise mit 30–40 °C, was ideal für Wärmepumpen ist. Konventionelle Radiatoren legen oft 55–70 °C Vorlauf nahe, was die Effizienz deutlich senkt.

In unseren Projekten in der Region Stuttgart erleben wir regelmäßig, dass ein hydraulischer Abgleich und der Einbau größerer Heizkörper – noch vor dem eigentlichen Wärmepumpentausch – die JAZ um 0,5 bis 1,0 Punkte verbessern kann. Das bedeutet bei einem Jahresheizwärmbedarf von 15.000 kWh eine Stromkostenersparnis von mehreren Hundert Euro jährlich.

Preisangaben als Richtwerte (Stand 2026)

Alle in diesem Artikel genannten Kosten sind typische Orientierungswerte auf Basis aktueller Marktpreise. Je nach Gebäudegröße, Hersteller, Aufwand der Hydraulik-Anpassung und regionaler Marktlage können die tatsächlichen Kosten erheblich abweichen. Für eine verlässliche Einschätzung empfehlen wir ein kostenloses Vor-Ort-Beratungsgespräch.

Wärmepumpen-Typen auf einen Blick: Vergleichstabelle

Merkmal Luft-Wasser Sole-Wasser Wasser-Wasser Luft-Luft
Wärmequelle Außenluft Erdreich Grundwasser Außenluft
JAZ (typisch, real) ~ 3,0–4,5 ✓ 4,0–5,5 ✓ 4,5–6,0 ~ 3,0–4,5
Installationsaufwand ✓ Gering ✗ Hoch (Bohrung) ✗ Hoch (Brunnen) ✓ Gering
Genehmigung nötig ✓ i.d.R. nein ~ Ja (Bohrung) ✗ Ja (Brunnen) ✓ i.d.R. nein
BEG-Förderung KfW ✓ Ja ✓ Ja ✓ Ja ~ Projektabhängig
Geeignet für Altbau ✓ Ja (mit Planung) ~ Bedingt ~ Bedingt ✗ Eingeschränkt
Kosten (Richtwert, vor Förderung) ca. 15.000–25.000 € ca. 22.000–40.000 € und mehr ca. 20.000–35.000 € ca. 5.000–12.000 €

Wärmepumpe im Altbau: Was ist wirklich möglich?

Das hartnäckigste Missverständnis beim Wärmepumpen Vergleich: Wärmepumpen seien nur für Neubauten geeignet. Das stimmt heute nicht mehr. Entscheidend sind nicht das Baujahr des Hauses, sondern drei konkrete Faktoren: der spezifische Wärmebedarf je Quadratmeter Wohnfläche, die vorhandenen Heizflächen und die erreichbare Vorlauftemperatur.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Altbau-Installation

Ein teilsanierter Altbau mit einem Wärmebedarf unter 80 Watt pro Quadratmeter ist häufig gut für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe geeignet. Noch besser sieht es aus, wenn das Haus bereits über eine Fußbodenheizung verfügt oder wenn die Heizkörper im Rahmen einer vorherigen Sanierung durch Niedertemperaturheizkörper ersetzt wurden. Problematisch wird es, wenn ein Altbau mit mangelhafter Dämmung sehr hohe Vorlauftemperaturen benötigt – dann arbeitet die Wärmepumpe ineffizient, und der Strom kostet mehr als erwartet.

Wir empfehlen deshalb, vor jeder Entscheidung eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchzuführen. Sie zeigt exakt, welche Heizleistung Ihr Gebäude benötigt, welche Vorlauftemperatur dazu notwendig ist – und ob eine Wärmepumpe wirtschaftlich betrieben werden kann. Diesen Service bietet GREENOX aus einer Hand an.

Nicht jeder Altbau ist sofort bereit

In unsaniertem Zustand kann ein Altbau einen Wärmebedarf von über 150 W/m² haben – für Wärmepumpen zu viel. Hier kann eine gezielte Gebäudedämmung (Dachdämmung, Kellerdecke, ggf. Fassade) dazu beitragen, die Wärmepumpe wirtschaftlich zu machen. Ein Energieberater hilft Ihnen, die sinnvollste Reihenfolge der Maßnahmen festzulegen.

Wärmepumpen Hersteller im Vergleich: Aktuelle Empfehlungen 2026

Der Markt für Wärmepumpen hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Neben etablierten Herstellern wie Vaillant, Viessmann und Stiebel Eltron haben auch Bosch Thermotechnik, Daikin, Wolf und diverse andere Anbieter überzeugende Geräte im Portfolio. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 10/2025 fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen unter praxisnahen Bedingungen getestet – mit aufschlussreichen Ergebnissen.

Viessmann Vitocal 250-A: Testsieger Stiftung Warentest 10/2025

Die Viessmann Vitocal 250-A sicherte sich das Qualitätsurteil „Gut” mit der Gesamtnote 2,0 und überzeugte laut Testergebnis besonders durch ihre Bedienbarkeit, für die sie die Bestnote 1,0 erhielt. Das Außengerät ist kompakt, das Regelungssystem durchdacht – was Installateure und Nutzer gleichermaßen schätzen. Für Sanierungsprojekte ist sie eine der empfehlenswertesten Optionen auf dem Markt.

Vaillant aroTHERM plus: Leise, effizient, ausgereift

Die Vaillant aroTHERM plus zählt zu den meistinstallierten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Deutschland. Das Side-by-Side-Konzept aus Außen- und Inneneinheit ist auf harmonisches Zusammenspiel optimiert. Besonders hervorzuheben ist der niedrige Schallpegel im Nachtbetrieb von ca. 46 dB(A), was das Gerät für dichte Wohngebiete attraktiv macht. Der Eta-Wert bei 35 °C Vorlauftemperatur liegt laut Hersteller bei rund 183 % – ein solider Wert für den Alltagsbetrieb.

Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus: Starke Effizienz mit Invertertechnik

Stiebel Eltron gehört zu den Pionieren der Wärmepumpentechnik in Deutschland. Die WPL-A 10.2 Plus erhielt beim Stiftung-Warentest-Test ebenfalls das Qualitätsurteil „Gut” (Note 2,2) und punktete vor allem durch hohe Effizienzwerte sowohl mit Fußbodenheizung als auch mit Radiatoren. Die Inverterbauweise ermöglicht eine stufenlose Leistungsanpassung, was Taktverluste minimiert und die JAZ verbessert.

Kältemittel R290 lohnt sich doppelt

Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel R290 (Propan) sind nicht nur umweltfreundlicher als Geräte mit synthetischen Kältemitteln wie R410A oder R32 – sie sind auch über den KfW-Effizienzbonus zusätzlich förderfähig. Achten Sie beim Hersteller-Vergleich gezielt darauf, ob das gewählte Modell R290 einsetzt.

BEG-Förderung 2026: So funktioniert die KfW-Heizungsförderung

Seit dem 1. Januar 2024 läuft die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Bereich Heizungsaustausch nicht mehr über das BAFA, sondern ausschließlich über die KfW. Dieser Punkt ist wichtig, denn noch immer kursieren veraltete Informationen im Netz.

Antragsberechtigt sind Eigentümer von Bestandsgebäuden, die ihre bisherige Heizung durch eine Wärmepumpe ersetzen möchten. Förderfähig ist dabei nicht nur der Austausch alter Öl-, Gas- oder Nachtspeicherheizungen, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch der Neueinbau einer Wärmepumpe sowie ihr Einbau als ergänzende Zusatzheizung. Wir beraten Sie gerne individuell dazu, welche Fördermöglichkeiten in Ihrem Fall infrage kommen und wie Sie die maximale Förderung ausschöpfen können.

Die BEG-Boni im Überblick

Förder-Baustein Höhe Voraussetzung
Grundförderung 30 % Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe im Bestand
Klimageschwindigkeitsbonus + 20 % Ersatz einer funktionstüchtigen Öl- oder Gasheizung (bis Ende 2028)
Einkommensbonus + 30 % Zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 € p.a.
Effizienzbonus + 5 % Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel (z.B. R290) oder Erdwärme/Abwasser
Maximum kombiniert 70 % Kombination aller passenden Boni; max. förderfähige Kosten: 30.000 € je Wohneinheit
Förderung im Wärmepumpen Vergleich: BEG-Zuschüsse und Boni für Wärmepumpen
Vertrag und Förderantrag müssen sauber zusammenpassen

Für den KfW-Antrag braucht es vorab einen Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung. Erst im Anschluss wird der Zuschuss über „Meine KfW“ beantragt. Damit keine formalen Fehler entstehen, übernehmen wir für Sie die Vorbereitung und koordinieren den Ablauf von Vertrag, Unterlagen und Antragstellung.

Was kostet eine Wärmepumpe wirklich?

Die Gesamtkosten einer Wärmepumpen-Anlage setzen sich aus Gerätkosten, Installation, Hydraulik-Anpassung, Heizungsspeicher und Inbetriebnahme zusammen. Je nach Typ und Gebäudesituation ergibt sich ein breites Spektrum. Die folgenden Richtwerte basieren auf unserer Erfahrung aus Projekten in der Region Stuttgart und Umgebung.

Anschaffung und Installation

Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive vollständiger Installation sollten Sie als Richtwert ca. 15.000 bis 25.000 € einplanen – abhängig von Leistungsklasse, Hersteller und dem Aufwand für die Hydraulik-Anpassung. Sole-Wasser-Systeme liegen je nach Tiefenbohrungsbedarf bei 22.000 bis 40.000 € oder mehr. Bei einer Förderquote von 55 % (Grundförderung + Klimageschwindigkeitsbonus + Effizienzbonus) reduziert sich ein Nettobetrag von 20.000 € auf ca. 9.000 € Eigenanteil.

Betriebskosten und Amortisation

Die jährlichen Stromkosten einer Wärmepumpe hängen stark von JAZ und aktuellem Strompreis ab. Bei einem Jahresheizwärmebedarf von 15.000 kWh und einer JAZ von 3,5 werden ca. 4.285 kWh Strom benötigt – zu einem Preis von 32 ct/kWh entspricht das rund 1.370 € jährlich. Zum Vergleich: Eine Gasheizung mit gleichem Wärmebedarf und einem Gaspreis von 10 ct/kWh (Wirkungsgrad 0,95) kommt auf ca. 1.580 € pro Jahr. Der Vorteil der Wärmepumpe wächst, wenn der Stromtarif durch Eigenstromerzeugung via Photovoltaik gesenkt wird.

So planen Sie Ihre Wärmepumpe: Vier Schritte zur richtigen Anlage

  • Heizlastberechnung durchführen: Vor jeder Entscheidung steht eine Berechnung nach DIN EN 12831. Sie zeigt den tatsächlichen Wärmebedarf Ihres Gebäudes und verhindert eine Über- oder Unterdimensionierung.
  • Wärmepumpen-Typ und Modell auswählen: Basierend auf Grundstück, Gebäude und Budget legen wir gemeinsam den passenden Typ und ein konkretes Modell fest – mit vollständiger Vergleichsrechnung zu Effizienz und Wirtschaftlichkeit.
  • KfW-Förderantrag stellen: Als zertifizierter Fachbetrieb stellen wir den Antrag über das KfW-Portal für Sie – rechtzeitig vor Vertragsunterzeichnung. Sie müssen sich um nichts kümmern.
  • Installation und Inbetriebnahme: Nach Freigabe des Antrags erfolgt die fachgerechte Montage durch unser Team. Wir führen einen hydraulischen Abgleich durch, optimieren die Regelparameter und übergeben Ihnen eine vollständig dokumentierte Anlage.

Fazit: Welche Wärmepumpe passt zu Ihnen?

Im Wärmepumpen Vergleich gibt es keine universell beste Lösung – nur die Anlage, die zu Ihrem Gebäude, Ihrem Grundstück und Ihrem Budget passt. Für die große Mehrheit der Einfamilienhäuser in Deutschland bietet die Luft-Wasser-Wärmepumpe das beste Verhältnis aus Installations- und Betriebskosten. Wer ein geeignetes Grundstück hat und auf maximale Effizienz setzt, ist mit einer Sole-Wasser-Anlage gut beraten. Entscheidend ist in jedem Fall eine sorgfältige Planung: eine korrekte Dimensionierung, hydraulisch optimierte Heizflächen und der rechtzeitige KfW-Förderantrag.

Als Heizungsbauer aus Stuttgart begleiten wir Sie von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme – und darüber hinaus. Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Artikeln zu BEG-Förderung und KfW 2026, zur Welche Heizung eignet sich für einen Altbau sowie zu Photovoltaik als Ergänzung zur Wärmepumpe.

Häufige Fragen zur Wärmepumpe

Welche Wärmepumpe ist die beste für ein Einfamilienhaus?

Für die meisten Einfamilienhäuser ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die praktikabelste Wahl: Sie benötigt keine Erdbohrung, ist vergleichsweise günstig zu installieren und erreicht in gut gedämmten Gebäuden zuverlässige Jahresarbeitszahlen zwischen 3,5 und 4,5. Wer über ein geeignetes Grundstück verfügt, kann mit einer Sole-Wasser-Anlage noch niedrigere Betriebskosten erzielen. Die Stiftung Warentest kürte in ihrer Ausgabe 10/2025 die Viessmann Vitocal 250-A zum Testsieger unter den Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?

Ja – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Entscheidend ist, dass das Gebäude zumindest teilsaniert ist und der Wärmebedarf unter ca. 100 W/m² liegt. Häufig reicht eine Kombination aus Dachdämmung, Kellerdeckendämmung und größeren Heizkörpern, um eine Wärmepumpe wirtschaftlich zu betreiben. Ob und in welchem Umfang Maßnahmen sinnvoll sind, zeigt eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Wie hoch ist die KfW-Förderung für Wärmepumpen 2026?

Über das KfW-Programm BEG EM (Bundesförderung für Effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen Heizung) sind folgende Zuschüsse kombinierbar: 30 % Grundförderung, 20 % Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung, 30 % Einkommensbonus bei einem Haushaltseinkommen unter 40.000 €, sowie 5 % Effizienzbonus für Anlagen mit natürlichem Kältemittel wie R290. Maximal können so 70 % der förderfähigen Kosten bezuschusst werden, bei maximal 30.000 € förderfähigen Kosten je Wohneinheit. Wichtig: Der Antrag muss vor Vertragsabschluss gestellt sein.

Was ist eine gute Jahresarbeitszahl (JAZ) für eine Wärmepumpe?

Als Richtwert gilt: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sollte unter realen Bedingungen eine JAZ von mindestens 3,0 erreichen; gut geplante Anlagen kommen auf 3,5 bis 4,5. Sole-Wasser-Wärmepumpen liegen typischerweise zwischen 4,0 und 5,5. Diese Werte hängen stark von der Vorlauftemperatur, der Gebäudedämmung und dem Standortklima ab – Herstellerangaben unter Laborbedingungen (COP) sind deshalb nur bedingt vergleichbar.

Was kostet eine Wärmepumpe inklusive Einbau?

Als Richtwert sollten Sie für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive vollständiger Installation, Speicher und Hydraulik-Anpassung ca. 15.000 bis 25.000 € einplanen (vor Förderung). Sole-Wasser-Anlagen liegen aufgrund der Tiefenbohrung oft bei 22.000 bis 40.000 € oder mehr. Nach Abzug der KfW-Förderung von 55 % (typische Kombination) reduziert sich ein Bruttobetrag von 20.000 € auf ca. 9.000 € Eigenanteil. Die tatsächlichen Kosten hängen stark vom individuellen Gebäude und der Region ab.

Wie laut ist eine Wärmepumpe – und was ist beim Aufstellen zu beachten?

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen sind deutlich leiser als ältere Modelle. Im Nachtbetrieb erreichen Top-Geräte Schallpegel von 44–50 dB(A), was etwa dem Pegel einer ruhigen Wohnstraße entspricht. Beim Aufstellen gilt: In den meisten Bundesländern ist ein Mindestabstand von 3 m zur Grundstücksgrenze einzuhalten; bei dichter Bebauung empfiehlt sich vorab eine Schallausbreitungsprognose. Ein erfahrener Heizungsbauer kennt die lokalen Auflagen und wählt den optimalen Aufstellort.

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