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Dezentrale Lüftungsanlage: Definition, Kosten & Förderung

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Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden ist in der Wohnungswirtschaft ein fortlaufender Prozess, der vor allem durch die stetig steigenden Energiekosten vorangetrieben wird. Bei der Modernisierung alter Gebäude wird großer Wert auf neuen Komfort gelegt, sei es durch energieeffiziente Fenster und Türen, eine Fassadendämmung oder ein neues Heizsystem

Die Herausforderung liegt dabei in der hohen Luftfeuchtigkeit in den Räumen, insbesondere in fassadengedämmten Häusern, die zu Schimmelbildung führen kann. Besonders gefährdet sind Raumecken an Außenwänden, in denen die Feuchtigkeit kondensiert. Hier bietet sich die Installation einer dezentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung als effektive Lösung an.


Die Merkmale dezentraler Wohnraumlüftung:

1. Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung: Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung gewährleisten nicht nur den notwendigen Mindestluftwechsel, sondern nutzen auch die Wärme in der Abluft, um die einströmende kalte Außenluft zu erwärmen. Dadurch kann der Wärmerückgewinnungsgrad auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden, was nicht nur die Heizkosten senkt, sondern auch die Umwelt entlastet.

2. Einfache Installation: Die Technik zeichnet sich durch einen vergleichsweise einfachen Einbau aus. Dezentrale Lüftungsanlagen können gezielt in einzelnen Räumen installiert werden, ohne dass ein aufwendiges Luftverteilsystem verlegt werden muss. Ein Mauerdurchbruch oder eine Kernbohrung durch die Außenwand sowie ein Elektroanschluss genügen zur Installation. Diese Flexibilität ermöglicht auch den Einsatz mehrerer Geräte unabhängig voneinander in Wohneinheiten.

3. Funktionsweise der dezentralen Lüftung: Es gibt zwei Haupttypen von dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung – solche mit kontinuierlicher Betriebsweise und solche mit umkehrender Betriebsweise. Beide können manuell oder bedarfsgeführt über CO₂- oder Feuchtigkeitssensoren gesteuert werden und werden in der Außenwand installiert.

  • Kontinuierliche Betriebsweise: Auch als Permanentlüfter bekannt, handelt es sich hierbei um vollständige Zu- und Abluftgeräte mit einem eingebauten Kreuz-Gegenstromwärmetauscher. Die Anlagen verfügen über zwei Ventilatoren, die gleichzeitig Luft fördern. Der Wärmetauscher gewinnt die Wärme aus der Raumluft zurück und überträgt sie auf die Zuluft, was einen effizienten Luftaustausch ermöglicht.
  • Umkehrende Betriebsweise: Ähnlich wie die kontinuierliche Betriebsweise, nutzen diese Anlagen ebenfalls einen Kreuz-Gegenstromwärmetauscher. Der Unterschied liegt darin, dass hier der Luftstrom je nach Bedarf umgekehrt werden kann, um eine gezielte Belüftung zu ermöglichen.

Tipps für den Kauf dezentraler Lüftungsanlagen:

1. Umfang der Sanierungsarbeit bestimmen: Der erste Schritt beim Kauf einer dezentralen Lüftungsanlage ist die Ermittlung des Sanierungsumfangs. Je nach Art der Sanierung, ob Kernsanierung oder Teilsanierung, kann sich der Einsatz einer dezentralen Lüftungsanlage oder einer zentralen Variante unterscheiden. Hierfür können sie einen Energie-Effizienz Experten

2. Bauliche Voraussetzungen berücksichtigen: Die dezentrale Wohnraumlüftung erfordert raumbezogene Installationen, wobei jedes Lüftungsgerät einen eigenen Elektroanschluss benötigt. Die Gebäudeart und baulichen Gegebenheiten spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

3. Platzierung der Geräte planen: Die richtige Platzierung der Lüftungsgeräte ist entscheidend, vor allem in Bezug auf die Ansammlung von verbrauchter Luft im oberen Bereich der Räume. Eine sorgfältige Planung der Platzierung und Auslegung der Geräte ist daher unerlässlich.

4. Beratung und Planung durch Fachbetrieb: Obwohl der Planungsaufwand für dezentrale Lüftungsanlagen im Vergleich zu zentralen Systemen geringer ist, empfiehlt es sich, einen erfahrenen Fachbetrieb zu Rate zu ziehen. Dieser kann die optimale Größe der Lüftungsanlage bestimmen, die ideale Platzierung festlegen und bei der Auswahl des passenden Gerätetyps unterstützen.


Kosten und Förderung:

Die Anschaffungskosten für dezentrale Lüftungsanlagen sind in der Regel günstiger als für zentrale Systeme. Dennoch können die genauen Kosten gebäudebezogen variieren. Die Kosten für dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können je Gerät zwischen 300€ und 600€ variieren. Hinzu kommen Abluftgeräte (ca. 100-200€), die Steuerung (ca. 150-300€) sowie diverses Lüftungszubehör für einen erhöhten Wohnkomfort. Staatliche Fördermittel, die über die Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG erhältlich sind, können dazu beitragen, die Kosten weiter zu reduzieren und die Investition in eine dezentrale Lüftungsanlage attraktiver zu gestalten.

Insgesamt bieten dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eine effiziente und kostengünstige Lösung für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Durch die gezielte Belüftung einzelner Räume, den einfachen Einbau und die Möglichkeit der staatlichen Förderung stellen sie eine zukunftsweisende Alternative dar, um Wohnkomfort und Energieeffizienz in Einklang zu bringen.

GREENOX - Ihr Full-Service Partner für energetische Sanierung

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