lamellenfenster

AKTUELLES WISSEN

Lamellenfenster 2026: Funktion, Kosten & Einsatzbereiche

Inhalt

Lamellenfenster sind ein cleveres Bauelement: Sie sehen aus wie eine Reihe schmaler Glasstreifen in einem Rahmen, lassen sich gleichzeitig als komfortable Lüftungsöffnung und als zertifizierter Rauch- und Wärmeabzug nutzen. Während sie früher fast ausschließlich in Industrie- und Gewerbebauten eingesetzt wurden, finden sie heute auch im Wohnbau und in modernen Glasfassaden ihren Platz. Wir erklären Ihnen, wie ein Lamellenfenster aufgebaut ist, in welchen Materialien und Verglasungen es verfügbar ist, was es kostet, wann sich der Einbau lohnt – und welche Rolle es im Rahmen einer energetischen Sanierung in Stuttgart und ganz Deutschland spielen kann.

Clever Kompakt
Lamellenfenster auf einen Blick
  • Ein Lamellenfenster besteht aus mehreren waagerechten oder vertikalen Glaslamellen, die sich um bis zu 90 Grad öffnen lassen – manuell oder elektrisch.
  • Hauptaufgaben sind natürliche Belüftung, Tageslichtnutzung und – als NRWG zertifiziert – Rauch- und Wärmeabzug im Brandfall.
  • Die Preise für Kunststoff- oder Aluminium-Lamellenfenster liegen typischerweise zwischen 400 und 1.500 Euro je Fenster, dazu kommen 120–240 Euro Einbaukosten.
  • Mit Isolierverglasung und thermisch getrenntem Rahmen erreichen Lamellenfenster U-Werte von 0,5 bis 0,9 W/m²K – damit sind sie förderfähig im Rahmen der BEG.
  • In Verbindung mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) können Sie bis zu 20 Prozent Zuschuss vom BAFA erhalten.

Kostenlose Fenster-Beratung anfragen Fensterpreise vergleichen

90°
maximaler Öffnungswinkel der Lamellen
0,5–0,9
U-Wert (W/m²K) bei Isolierverglasung
400–1.500 €
typischer Preis je Lamellenfenster
bis 20 %
BEG-Förderung mit iSFP-Bonus

Was ist ein Lamellenfenster?

Ein Lamellenfenster ist eine spezielle Fensterart, bei der die Glasfläche in mehrere schmale Streifen – die sogenannten Lamellen – unterteilt ist. Diese Glaslamellen sitzen übereinander oder nebeneinander in einem Rahmen und lassen sich über eine mittige Drehachse gleichzeitig kippen. Der maximale Öffnungswinkel beträgt in der Regel 90 Grad, wodurch sich das Fenster ähnlich wie eine Jalousie öffnen lässt – nur eben mit Glas statt Aluminium- oder Kunststoffstreifen.

Die einzelnen Lamellen sind je nach Hersteller zwischen 20 und 60 Zentimetern hoch und bis zu 4 Zentimeter stark. Sie können sowohl horizontal als auch vertikal angeordnet sein. Standard ist die horizontale Ausführung, die aus Architektensicht für eine ruhige, gleichmäßige Fassadenwirkung sorgt. Vertikale Lamellenfenster werden vor allem in modernen Glasfassaden als Stilelement oder zur Gliederung großer Glasflächen eingesetzt.

Wie funktioniert ein Lamellenfenster?

Im Gegensatz zu einem klassischen Dreh-Kipp-Fenster ragen die geöffneten Lamellen nicht in den Raum hinein, sondern schwenken flach nach außen. Das spart Platz und ermöglicht eine durchgehend nutzbare Fassade. Über einen Drehmechanismus werden alle Lamellen gleichzeitig bewegt – bei kleinen Fenstern manuell über einen Hebel, bei größeren Konstruktionen elektrisch über einen Antrieb.

Die elektrische Variante ist heute Standard, sobald das Fenster eine bestimmte Größe überschreitet oder als RWA-Element dient. Die Steuerung erfolgt dann entweder über einen Wandtaster, eine Zeitschaltuhr, einen CO₂-Sensor oder die zentrale Gebäudeleittechnik. Im Brandfall öffnet das Fenster automatisch über einen Notstromakku – ganz unabhängig vom Stromnetz.

Manuell oder elektrisch – was passt wann?

Für kleine Fenster im Wohnbau, etwa als Lüftungselement im Treppenhaus oder Wintergarten, reicht ein manueller Hebel meist aus. Sobald Sie jedoch eine kontrollierte Belüftung über Sensoren wünschen, eine Nachtauskühlung im Sommer planen oder das Fenster als Brandschutzelement zertifizieren lassen wollen, ist ein elektrischer Antrieb sinnvoll. Der Aufpreis liegt typischerweise bei rund 150 Euro pro Fenster.

Wo werden Lamellenfenster eingesetzt?

Lamellenfenster sind ursprünglich aus der Industrie- und Gewerbearchitektur gekommen, haben sich aber längst in andere Gebäudetypen ausgebreitet. Besonders häufig finden Sie sie heute in folgenden Bereichen:

  • Schulen, Kindergärten und Bürogebäude: Hier sorgen Lamellenfenster für eine kontrollierte Frischluftzufuhr ohne Zugluft – wichtig für Konzentration und Gesundheit.
  • Treppenhäuser, Foyers und Atrien: Vorgeschrieben als RWA-Element, damit im Brandfall Rauch und heiße Gase schnell abziehen können.
  • Produktionshallen und Logistikzentren: Natürliche Belüftung großer Volumen, ohne aufwendige mechanische Lüftungsanlage.
  • Wohnhäuser, Wintergärten und Loftwohnungen: Als Stilelement in Glasfassaden und für eine wetterunabhängige Belüftung – Regen kann schließlich nicht in den Raum laufen.
  • Gewächshäuser und Bienenhäuser: Hier oft in einfacher Ausführung, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu regulieren.

Im Wohnbau profitieren vor allem Bauherren, die einen offenen Grundriss mit großen Glasflächen planen. Lamellenfenster lassen sich elegant in eine bodentiefe Verglasung integrieren und ergänzen die Fenster, die nicht oder nur eingeschränkt geöffnet werden können.

Lamellenfenster als RWA und NRWG – Brandschutz erklärt

Eine der wichtigsten Funktionen moderner Lamellenfenster ist der Einsatz als Natürliches Rauch- und Wärmeabzugsgerät, kurz NRWG. Diese Bezeichnung beschreibt Anlagen, die im Brandfall Rauch und heiße Gase ohne zusätzliche Lüftungstechnik nach außen ableiten – allein über den natürlichen Auftrieb der erhitzten Luft. NRWGs werden europaweit nach DIN EN 12101-2 geprüft und zertifiziert.

Im Brandfall öffnet das Fenster automatisch und in voller Öffnungsweite. So entsteht binnen Sekunden eine raucharme Schicht in Bodennähe, die für Rettungskräfte und Flüchtende lebenswichtig ist. Denn die größte Gefahr in einem Brandfall ist meistens nicht das Feuer selbst, sondern der Rauch mit seinem hohen Anteil an Kohlenmonoxid. Bereits wenige Atemzüge können zur Bewusstlosigkeit führen.

RWA-Pflicht in öffentlichen Gebäuden

In Schulen, Versammlungsstätten, Treppenhäusern und Hochhäusern schreibt die jeweilige Landesbauordnung NRWG-Anlagen häufig zwingend vor. Die genaue Auslegung – etwa Öffnungsfläche und Aufstellort – muss ein Fachplaner oder Energieberater im Rahmen des Brandschutzkonzepts berechnen.

Materialien: Glas, Aluminium, Holz oder Kunststoff?

Bei einem Lamellenfenster sind zwei Materialebenen relevant: das Material der Lamellen selbst und das Material des umgebenden Rahmens. Beide beeinflussen Optik, Wärmedämmung und Preis.

Material der Lamellen

Glas ist das Standardmaterial – meist als Zwei- oder Dreifach-Isolierverglasung. Es lässt viel Tageslicht in den Raum, ermöglicht den Blick nach draußen und trägt entscheidend zur Energieeffizienz bei. Aluminium-Lamellen werden eingesetzt, wenn das Fenster als reines Lüftungs- oder Brandschutzelement dient und kein Tageslicht erforderlich ist. Sie sind günstiger, robuster und in vielen Farben erhältlich. Holzlamellen finden Sie eher selten, vor allem bei architektonisch anspruchsvollen Lösungen mit warmer Optik.

Material des Rahmens

Rahmenmaterial Wärmedämmung Pflegeaufwand Preisniveau Typischer Einsatz
Aluminium (thermisch getrennt) ✓ Sehr gut ✓ Gering ~ Hoch Gewerbe, Fassaden, RWA
Holz ✓ Sehr gut ~ Mittel ~ Hoch Innenraum, Wintergarten
Kunststoff ✓ Gut ✓ Sehr gering ✓ Niedrig Wohnhaus, Standardfenster
Holz-Aluminium ✓ Sehr gut ✓ Gering ✗ Premium Hochwertige Architektur

In unseren Sanierungsprojekten in Stuttgart und ganz Deutschland setzen wir am häufigsten thermisch getrennte Aluminiumprofile ein – sie sind langlebig, lassen sich wartungsarm betreiben und kombinieren sich gut mit modernen Glasfassaden. Für klassische Wohnhäuser sind Kunststoffrahmen nach wie vor die preislich attraktivste Lösung.

Welche Verglasung passt zu meinem Lamellenfenster?

Die Wahl der Verglasung entscheidet maßgeblich darüber, wie energieeffizient Ihr Lamellenfenster wird. Einfachverglasungen sind nur noch in Ausnahmefällen sinnvoll – etwa im unbeheizten Gewächshaus oder im Bienenhaus. Für jedes Wohn- oder Gewerbegebäude empfehlen wir mindestens eine Zweifach-Isolierverglasung, besser noch eine Dreifachverglasung.

Hochwertige Modelle mit Dreifachverglasung und thermisch getrenntem Rahmen erreichen einen Wärmedurchgangskoeffizienten – also den U-Wert – von 0,5 bis 0,9 W/m²K. Je niedriger dieser Wert, desto besser dämmt das Fenster. Damit sind moderne Lamellenfenster mit klassischen Energiesparfenstern vergleichbar und erfüllen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ohne Schwierigkeiten.

Was kostet ein Lamellenfenster?

Pauschale Preisangaben für Lamellenfenster sind schwierig, weil Größe, Material, Verglasung und Antrieb stark variieren. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen realistischen Korridor – die genauen Werte hängen von Ihrer Konfiguration und der Region ab.

Verglasung Rahmenmaterial Preis pro Fenster (inkl. Einbau)
Einfachverglasung Kunststoff ab 600 €
Zweifachverglasung Kunststoff ab 1.200 €
Dreifachverglasung Kunststoff ab 1.350 €
Zweifachverglasung Aluminium ab 1.500 €
Sonderkonstruktion RWA/NRWG Aluminium ab 2.500 € (projektabhängig)

Hinzu kommen weitere Faktoren, die den Preis nach oben treiben können: ein elektrischer Antrieb schlägt mit etwa 150 Euro zu Buche, satiniertes Glas für mehr Sichtschutz mit 50 bis 100 Euro Aufpreis, Sicherheitsglas der Klasse RC2 oder RC3 schnell mit mehreren Hundert Euro. Die reinen Einbaukosten liegen bei 40 bis 60 Euro Stundensatz pro Handwerker, in der Regel kalkulieren Sie 120 bis 240 Euro pro Fenster für die Montage. Eine ausführliche Übersicht zu den durchschnittlichen Werten finden Sie in unserer Fensterpreis-Übersicht.

Preisangaben als Richtwerte

Die genannten Kosten sind Marktdurchschnitte aus typischen Projekten. Je nach Fenstermaß, Hersteller, Region und Bauanschluss können die tatsächlichen Preise abweichen. Für ein verbindliches Angebot empfehlen wir mindestens drei Vergleichsangebote.

Förderung: BEG, BAFA und iSFP für Lamellenfenster

Wenn Sie Ihre Lamellenfenster im Rahmen einer energetischen Sanierung einbauen, können Sie staatliche Förderungen in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass die neuen Fenster einen U-Wert von 0,95 W/m²K oder besser erreichen und der Einbau durch ein zertifiziertes Fachunternehmen erfolgt. Die wichtigsten Bausteine im Überblick:

  • BAFA-Zuschuss (BEG EM): 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben, gedeckelt bei 30.000 Euro Investition – also maximal 4.500 Euro Zuschuss pro Wohneinheit.
  • iSFP-Bonus: Liegt vor dem Fenstertausch ein individueller Sanierungsfahrplan vor, erhöht sich die Förderquote um zusätzliche 5 Prozent. Gleichzeitig steigen die förderfähigen Ausgaben auf 60.000 Euro – möglich sind dann bis zu 12.000 Euro Zuschuss.
  • KfW-Ergänzungskredit (358/359): Ergänzend zur Zuschussförderung können Sie einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 120.000 Euro beantragen. Bei einem Bruttojahreseinkommen unter 90.000 Euro gibt es zusätzlich eine Zinsvergünstigung.
  • Steuerbonus nach § 35c EStG: Wer keine direkte Förderung in Anspruch nimmt, kann 20 Prozent der Sanierungskosten – verteilt auf drei Jahre – von der Einkommensteuer abziehen.

Wichtig: Der Förderantrag muss zwingend vor Auftragsvergabe gestellt werden. Als zertifizierte Energie-Effizienz-Experten begleiten wir Sie von der Wärmebedarfsberechnung über den Antrag bis zur fertigen Abnahme. Eine ausführliche Übersicht aller Förderwege finden Sie in unserem Ratgeber zu Förderungen für die energetische Sanierung, alternativ können Sie über den § 35c EStG-Steuerbonus die Kosten steuerlich absetzen.

Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Wie jedes Bauelement haben Lamellenfenster Stärken und Schwächen. Damit Sie sie sauber gegeneinander abwägen können, haben wir die wichtigsten Punkte aus unserer Beratungspraxis zusammengestellt.

Vorteile Nachteile
Platzsparend, da die Lamellen nach außen schwenken Keine durchgängige Glasfläche – die Sicht nach draußen ist unterbrochen
Fein dosierbare, wetterunabhängige Belüftung Reinigung ist aufwendiger als bei Standardfenstern
Zertifizierbar als RWA-Element nach DIN EN 12101-2 Höhere Anschaffungskosten als klassische Dreh-Kipp-Fenster
Hohe Einbruchsicherheit (RC2/RC3 möglich) Gefahr von Wärmebrücken bei unsachgemäßer Montage
Langlebig, wartungsarm, oft über 30 Jahre Lebensdauer Im RWA-Einsatz regelmäßige Wartungspflicht
U-Werte vergleichbar mit klassischen Energiesparfenstern Nicht jeder Hersteller bietet alle Varianten an

Lamellenfenster vs. Jalousiefenster – der Unterschied

Die Begriffe Lamellenfenster und Jalousiefenster werden häufig synonym verwendet, technisch sind sie jedoch nicht dasselbe. Ein Lamellenfenster besteht aus drehbaren Glaslamellen und dient in erster Linie der Belüftung sowie dem Rauch- und Wärmeabzug. Mit Isolierverglasung und thermisch getrennten Profilen ist es gleichzeitig energieeffizient.

Ein Jalousiefenster hingegen ist eine Untergruppe der Lamellenfenster mit anderem Schwerpunkt: Hier stehen Sicht- und Sonnenschutz im Vordergrund. Die Lamellen bestehen oft aus Aluminium, Kunststoff oder Holz, sind weniger auf Luftdichtheit oder Wärmedämmung ausgelegt und werden vor allem in wärmeren Regionen oder als außenliegender Sonnenschutz eingesetzt. Wer ohnehin über zusätzlichen Sichtschutz an Fenstern nachdenkt, sollte Jalousiefenster und Lamellenfenster gemeinsam mit der Architektin abwägen.

Wann lohnt sich ein Lamellenfenster wirklich?

Aus unserer Erfahrung als Energieberater empfehlen wir Lamellenfenster vor allem in vier Konstellationen. Erstens: bei einer geplanten energetischen Sanierung mit großen Glasflächen, in der die natürliche Lüftung architektonisch eine Rolle spielt. Zweitens: wenn Sie ein Treppenhaus, Atrium oder einen Hochpunkt im Gebäude entrauchen müssen und die Bauordnung NRWGs vorschreibt. Drittens: in Wintergärten, Wohnzimmer-Glasfronten und Lofts, wo eine wetterunabhängige Lüftung wichtig ist und klassische Drehfenster den Raum stören würden.

Viertens: in Sommer-heißen Lagen mit dem Wunsch nach Nachtauskühlung. Ein elektrisches Lamellenfenster mit CO₂- oder Temperatursensor kann nachts automatisch öffnen und so den Wärmestau im Gebäude reduzieren – ein wertvoller Beitrag zur sommerlichen Energieeffizienz, besonders im Klimawandel-Kontext. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Lamellenfenster zu Ihrem Sanierungskonzept passt, hilft Ihnen unsere Energieberatung für KfW-Förderung mit einer fundierten Einzelfallbetrachtung weiter.

Häufige Fehler bei Auswahl und Einbau

In der Praxis sehen wir immer wieder dieselben Stolperfallen: Bauherren wählen zu schmale Lamellen, sodass die Sicht nach draußen stark unterbrochen wird. Andere unterschätzen den Reinigungsaufwand – jede Lamelle muss einzeln abgewischt werden. Und ganz häufig wird die Einbau-Detailplanung vernachlässigt: Ein nicht sauber thermisch getrennter Anschluss erzeugt Wärmebrücken, an denen Schwitzwasser und langfristig Schimmel entstehen können. Ein erfahrener Fachbetrieb mit RAL-Standard ist hier Pflicht.

Fazit

Lamellenfenster sind weit mehr als ein architektonisches Stilelement: Sie verbinden natürliche Belüftung, Tageslichtnutzung und zertifizierten Brandschutz in einer einzigen Konstruktion. In der modernen Sanierung – ob Wohnbau, Gewerbeobjekt oder Schule – können Sie eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Fenstern sein, insbesondere wenn die Gebäudehülle ohnehin neu geplant wird. Die Investition liegt höher als bei einem Standard-Dreh-Kipp-Fenster, dafür profitieren Sie von Langlebigkeit, hoher Einbruchsicherheit und im Brandfall sogar lebensrettenden Eigenschaften. Mit dem richtigen Förderkonzept und einem erfahrenen Energieberater an Ihrer Seite wird der Mehrpreis schnell relativiert.

Weiterführende Artikel: Fensterpreis-Übersicht, Sichtschutz Fenster und Förderungen für die energetische Sanierung 2026.

Häufige Fragen zu Lamellenfenstern

Was ist ein Lamellenfenster?

Ein Lamellenfenster ist eine Fensterart, deren Glasfläche in mehrere schmale Glasstreifen – die Lamellen – unterteilt ist. Die Lamellen lassen sich gleichzeitig über eine Achse drehen und schwenken bis zu 90 Grad nach außen. Hauptzweck ist die natürliche Belüftung, oft kombiniert mit zertifiziertem Rauch- und Wärmeabzug.

Wo werden Lamellenfenster eingesetzt?

Klassische Einsatzbereiche sind Schulen, Treppenhäuser, Bürogebäude, Industriehallen und Versammlungsstätten – häufig als RWA-Element. Im Wohnbau finden Sie Lamellenfenster in Wintergärten, Glasfassaden und Loftwohnungen. Auch Gewächshäuser und Bienenhäuser nutzen einfache Varianten zur Belüftung.

Was ist ein NRWG-Lamellenfenster?

NRWG steht für Natürliches Rauch- und Wärmeabzugsgerät. Ein NRWG-Lamellenfenster öffnet im Brandfall automatisch und führt Rauch und heiße Gase ohne mechanische Unterstützung nach außen ab. Geprüft wird nach DIN EN 12101-2. In vielen öffentlichen Gebäuden ist diese Funktion gesetzlich vorgeschrieben.

Was kostet ein Lamellenfenster?

Inklusive Einbau liegen Kunststoff-Lamellenfenster mit Zweifachverglasung typischerweise bei 1.200 bis 1.500 Euro pro Fenster. Aluminium-Varianten und RWA-zertifizierte Sonderkonstruktionen können 2.500 Euro und mehr kosten. Hinzu kommen rund 150 Euro für einen elektrischen Antrieb sowie eventuelle Zuschläge für Sicherheitsglas oder Insektenschutz.

Welche Förderung gibt es für Lamellenfenster?

Bei einem U-Wert von höchstens 0,95 W/m²K sind Lamellenfenster über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig: 15 Prozent Zuschuss vom BAFA, mit individuellem Sanierungsfahrplan zusätzlich 5 Prozent iSFP-Bonus. Ergänzend gibt es den KfW-Kredit 358/359 und alternativ die Steuerermäßigung nach § 35c EStG.

Sind Lamellenfenster energieeffizient?

Ja, sofern sie mit Isolierverglasung und thermisch getrenntem Rahmen ausgestattet sind. Hochwertige Modelle erreichen U-Werte von 0,5 bis 0,9 W/m²K und sind damit klassischen Energiesparfenstern ebenbürtig. Einfache, ungedämmte Varianten sind hingegen für energieeffizientes Bauen nicht geeignet.

Was ist der Unterschied zwischen Lamellenfenstern und Jalousiefenstern?

Lamellenfenster bestehen meist aus Glaslamellen und dienen primär der Belüftung sowie dem Brandschutz. Jalousiefenster sind eine Untergruppe mit Lamellen aus Aluminium, Kunststoff oder Holz, deren Schwerpunkt auf Sicht- und Sonnenschutz liegt. Letztere sind günstiger, aber weniger luftdicht und nicht für energieeffizientes Bauen ausgelegt.

Kann ich ein Lamellenfenster auch nachträglich einbauen?

Ja, Lamellenfenster lassen sich bei einer Sanierung in bestehende Fensterrahmen integrieren oder als Zusatz in einer Glasfassade ergänzen. Der Einbau muss von einem Fachbetrieb nach RAL-Standard ausgeführt werden, um Wärmebrücken und Undichtigkeiten zu vermeiden.

Jetzt clever starten
Lamellenfenster richtig planen – mit GREENOX
Sie überlegen, Lamellenfenster in Ihr Sanierungs- oder Neubauprojekt einzubinden und möchten die Förderpotenziale optimal ausschöpfen? Unser Team berät Sie als zertifizierte Energieberater bundesweit kostenlos und unverbindlich – von der Wärmebedarfsberechnung über den Förderantrag bis zur fertigen Bauabnahme.
Beratungsgespräch vereinbaren Kontakt aufnehmen

Anfrage bei GREENOX!

Jetzt anfragen. Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden.

Welche Leistung(en) möchten Sie bei der GREENOX GmbH anfragen?
Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihr Vorhaben

Falls Sie hilfreiche Unterlagen wie Baupläne, Angebote oder ähnliches haben, laden Sie diese bitte hier als Anlage hoch.
Ihre Kontaktdaten
Wie dürfen wir Sie kontaktieren?
Zeitpunkt der Kontaktaufnahme (sofern eingeschränkt erreichbar)
Woher kennen Sie uns?
Fast geschafft. Bitte stimmen Sie noch der Kontaktaufnahme zu

Falls Ihre Anfrage nicht wie gewünscht funktioniert, erreichen Sie uns auch per E-Mail unter info@greenox-group.de.

Vielen Dank für Ihre Anfrage

Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen.

Eine Bestätigung Ihrer Anfrage haben wir Ihnen per E-Mail geschickt. Bei dringenden Fragen erreichen Sie uns auch zuvor telefonisch.

In unserem Blog finden Sie aktuelle Themen und häufige Fragen zur Energieberatung und energetischen Sanierung.