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Balkonsanierung 2026: Kosten, Ablauf & Förderung

Inhalt

Eine Balkonsanierung steht meist erst dann an, wenn die ersten sichtbaren Schäden auftauchen – beispielsweise Risse im Beton, lockere Fliesen oder Stockflecken an der Decke darunter. Allerdings sind die Probleme dann meist schon viel weiter fortgeschritten, als es von oben aussieht. Wer rechtzeitig handelt, schützt nicht nur die Bausubstanz, sondern spart außerdem erhebliche Folgekosten und kann die Maßnahme häufig mit einer staatlichen Förderung verbinden. Daher zeigen wir Ihnen, was eine Balkonsanierung tatsächlich kostet, wie sie Schritt für Schritt abläuft und worauf Sie bei der Auswahl einer Balkonsanierung-Firma in Ihrer Nähe achten sollten.

Clever Kompakt
Das Wichtigste zur Balkonsanierung im Überblick
  • Eine professionelle Balkonsanierung kostet je nach Umfang zwischen 200 und 500 Euro pro Quadratmeter – kleine Renovierungen starten bei rund 1.000 Euro, Komplettsanierungen liegen bei 5.000 bis 10.000 Euro.
  • Die Abdichtung mit Flüssigkunststoff ist heute Standard: nahtlos, UV-beständig und elastisch – allerdings teurer als Bitumen oder Dichtschlämme.
  • Eine schadhafte Balkonplatte ist eine massive Wärmebrücke und treibt die Heizkosten in die Höhe. Wer die Balkonsanierung mit einer energetischen Maßnahme kombiniert, kann 15 Prozent BEG-Grundförderung plus 5 Prozent iSFP-Bonus sichern – insgesamt also bis zu 20 Prozent Zuschuss.
  • Tragende Bauteile, Abdichtung und Geländer gehören in die Hand eines zertifizierten Fachbetriebs – fehlerhafte Eigenleistung führt fast immer zu teureren Folgeschäden.

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200–500 €
Kosten pro m² inkl. Material und Arbeit
10–15 J.
Garantie auf fachgerechte Abdichtung mit Flüssigkunststoff
bis 20 %
BEG-Förderung bei energetischer Kombination
2 %
Mindestgefälle für sicheren Wasserablauf

Wann ist eine Balkonsanierung notwendig?

Ein Balkon ist von allen Bauteilen Ihres Hauses dasjenige mit dem härtesten Wetterstress: beispielsweise Regen, Frost, UV-Strahlung und im Sommer hohe Oberflächentemperaturen. Allerdings arbeitet sich die Witterung über die Jahre durch Beläge und Fugen bis zur Bewehrung des Betons vor. Sofern Sie bestimmte Warnsignale erkennen, sollten Sie nicht mehr warten – andernfalls eskalieren die Folgekosten schnell.

Typische Schadensbilder

Folgende Hinweise zeigen, dass eine Balkonsanierung ansteht:

  • Risse im Beton oder Estrich, abplatzende Betonflächen, freiliegende Bewehrungseisen
  • Lockere, hohl klingende oder gesprungene Fliesen
  • Stockflecken, Moos, Salzausblühungen oder Schimmel an der Balkondecke der Wohnung darunter
  • Rostendes Geländer, locker verankerte Befestigungspunkte oder verschobene Geländerpfosten
  • Stehendes Wasser nach Regen – ein klarer Hinweis auf fehlendes oder verlorenes Gefälle
  • Undichte Anschlüsse zwischen Balkonplatte und Hauswand oder Balkontür
 
Verkehrssicherungspflicht beachten

Als Eigentümer sind Sie laut § 836 BGB für die Verkehrssicherung verantwortlich. Wird jemand durch herabfallende Bauteile verletzt, haften Sie persönlich. Schon kleine Risse können auf Schäden in der Tragstruktur hinweisen – im Zweifel besser einen Bausachverständigen hinzuziehen.

Schäden früh erkennen spart Geld

Je früher Sie reagieren, desto günstiger wird die Sanierung. In unseren Projekten in Stuttgart und ganz Deutschland sehen wir immer wieder, dass Eigentümer Risse jahrelang ignorieren – am Ende muss dann nicht nur der Belag, sondern die komplette Balkonplatte erneuert werden. Folglich verzehnfachen sich die Kosten teilweise. Ein einfacher Sichtcheck einmal pro Jahr reicht meist schon aus, um Probleme rechtzeitig zu erkennen.

Was kostet eine Balkonsanierung?

Die Frage „Was kostet eine Balkonsanierung?” lässt sich nicht pauschal beantworten – die Spannweite reicht von rund 1.000 Euro für eine kleine Renovierung bis zu 10.000 Euro für eine Komplettsanierung mit neuem Geländer. Im Durchschnitt sollten Sie daher für eine fachgerechte Balkonsanierung mit 200 bis 500 Euro pro Quadratmeter rechnen, jedoch abhängig vom Schadensbild und der gewählten Abdichtung.

Kostenfaktoren im Detail

Die folgenden Posten machen die Kosten für eine Balkonsanierung aus. Damit Sie die einzelnen Positionen einordnen können, haben wir typische Marktpreise für Sie zusammengestellt:

Kostenpunkt Beschreibung Preisspanne
Betonsanierung Ausbessern von Rissen, Korrosionsschutz der Bewehrung, Reparaturmörtel 20–50 €/m²
Abdichtung Flüssigkunststoff, Bitumenbahnen, Dichtschlämme oder EPDM-Folie 50–100 €/m²
Bodenbelag Frostsichere Fliesen, WPC- oder Holzdielen, Steinplatten 30–150 €/m²
Geländer Metallgeländer (einfach bis hochwertig) 80–250 €/lfm
Arbeitskosten Montage durch Fachfirma 40–150 €/m²
Entsorgung & Transport Alte Fliesen, Estrich, Dämmreste 150–400 € pauschal
 
Preisangaben als Richtwerte (Stand 2026)

Die genannten Preise basieren auf Marktdaten von MyHammer, Verivox und unseren eigenen Projekten. Je nach Region, Hersteller und Zugänglichkeit des Balkons können die tatsächlichen Kosten abweichen. Holen Sie für eine belastbare Kalkulation immer mindestens drei schriftliche Angebote ein.

Beispielfälle aus der Praxis

Damit Sie die Größenordnung besser einordnen können, haben wir zwei typische Szenarien durchgerechnet:

Beispiel 1 – Kleine Renovierung (6 m²): Nur Belag tauschen, Abdichtung erneuern, Geländer bleibt. Sie kommen mit etwa 970 bis 1.200 Euro aus, also rund 160 Euro pro Quadratmeter.

Beispiel 2 – Komplettsanierung (10 m², 4 lfm Geländer): Betonsanierung, neue Abdichtung mit Flüssigkunststoff, neue Fliesen, neues Metallgeländer. Hier liegen die Kosten bei rund 3.300 bis 4.500 Euro – das entspricht etwa 330 bis 450 Euro pro Quadratmeter.

Online-Kostenrechner: nützlich, aber kein Ersatz

Ein Balkonsanierung-Kostenrechner liefert Ihnen einen ersten Anhaltspunkt, ersetzt aber nie eine Vor-Ort-Begutachtung. Vor allem bei verdeckten Schäden – etwa rostender Bewehrung oder verlorenem Gefälle – kann der tatsächliche Aufwand erheblich höher liegen, als der Rechner vermutet. Deshalb empfehlen wir nach dem Online-Check immer einen kostenlosen Vor-Ort-Termin mit einem Fachbetrieb.

Balkonsanierung Schritt für Schritt

Eine fachgerechte Balkonsanierung folgt einem klaren Ablauf. Zunächst wird der Bestand aufgenommen, anschließend werden alte Beläge entfernt, danach der Untergrund vorbereitet, das Gefälle hergestellt, abgedichtet und schließlich der neue Belag verlegt. Folglich gehen wir Schritt für Schritt durch die einzelnen Phasen.

  • Bestandsaufnahme und Schadensanalyse: Ein Fachbetrieb prüft Beton, Abdichtung, Geländer und Anschlüsse. Bei größeren Zweifeln an der Statik wird ein Bausachverständiger hinzugezogen. Daraus ergibt sich der Sanierungsumfang und ein belastbarer Kostenvoranschlag.
  • Abbruch und Vorbereitung: Alter Belag, loser Estrich und beschädigte Abdichtung werden entfernt – meist staubarm mit Industriesauger. Anschließend wird der Untergrund gereinigt und auf Tragfähigkeit geprüft.
  • Betonsanierung: Risse werden mit Reparaturmörtel verschlossen, freiliegende Bewehrungseisen entrostet und mit Korrosionsschutz behandelt. Größere Schäden erfordern Spritzbeton oder einen Vorsatzbeton.
  • Gefälle herstellen: Mindestens 1,5 Prozent, besser 2 Prozent Gefälle vom Haus weg. Wir korrigieren das mit Ausgleichsmörtel – ohne sauberes Gefälle sind Folgeschäden vorprogrammiert.
  • Abdichtung: Je nach gewähltem Verfahren wird Flüssigkunststoff aufgerollt, eine EPDM-Folie verlegt oder Bitumen verschweißt. Die Anschlüsse zur Hauswand und ums Geländer sind die kritischen Punkte – sie müssen 100 Prozent dicht sein.
  • Nutz- und Schutzschicht: Auf die Abdichtung kommen Fliesen, Holzdielen oder eine Beschichtung. Bei Fliesen helfen Anregungen aus unserem Beitrag zu Fliesen-Verlegemustern, einen ansprechenden und gleichzeitig praktischen Belag zu wählen.
  • Geländer und Feinarbeit: Geländer werden saniert oder erneut, Entwässerungssysteme angeschlossen, Anschlussfugen sauber abgedichtet. Zum Schluss prüfen wir alle sicherheitsrelevanten Verbindungen erneut.

Insgesamt sollten Sie für eine durchschnittliche Balkonsanierung mit 5 bis 10 Werktagen rechnen, jedoch abhängig von Witterung und Trocknungszeiten. Außerdem sorgt eine professionelle Baubegleitung dafür, dass jeder Schritt korrekt umgesetzt wird – vor allem die Abdichtung verzeiht keine Schlampigkeiten.

Abdichtungsmethoden im Vergleich

Die Abdichtung ist das Herzstück jeder Balkonsanierung. Folglich entscheidet sie darüber, ob Ihr Balkon in zehn Jahren noch dicht ist oder Sie wieder von vorne anfangen müssen. Insgesamt gibt es vier etablierte Verfahren, die wir hier ehrlich gegenüberstellen – jedes hat dabei seine Stärken und Schwächen.

Methode Kosten/m² Lebensdauer Geeignet für
Flüssigkunststoff (PMMA/PU) 50–100 € 15–25 Jahre Komplexe Geometrien, hochwertige Sanierungen
Bitumenbahnen 20–40 € 15–20 Jahre Einfache, ebene Balkone, kostenbewusste Sanierungen
Dichtschlämme 15–30 € 10–15 Jahre Kleinere Reparaturen, unebene Untergründe
EPDM-Folie 30–60 € 20–30 Jahre Größere Flächen ohne komplizierte Anschlüsse

Balkonsanierung mit Flüssigkunststoff – die bewährte Lösung

Die Balkonsanierung mit Flüssigkunststoff hat sich in den letzten 15 Jahren zum Standard entwickelt und wird beispielsweise von großen Anbietern wie ISOTEC eingesetzt. Der Werkstoff – meist auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA) oder Polyurethan (PU) – wird flüssig aufgetragen und härtet anschließend zu einer nahtlosen, elastischen Membran aus, die sich dadurch an jede Geometrie anpasst.

Vorteile von Flüssigkunststoff

  • Nahtlos und porenfrei: keine Stoßstellen, an denen Wasser eindringen kann
  • UV-beständig, kälteelastisch und mechanisch belastbar
  • Auch komplizierte Anschlüsse rund um Geländer, Bodeneinläufe und Hauswand sicher abdichtbar
  • In verschiedenen Farben verfügbar – kann als Sicht- und Nutzschicht dienen
  • Schnelle Aushärtung: Belastbar oft schon nach 2–4 Stunden

Nachteile und Grenzen

Der größte Nachteil ist der Preis – mit 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter liegt Flüssigkunststoff im oberen Bereich. Außerdem stellt das Material hohe Anforderungen an den Untergrund: Er muss absolut sauber, trocken und tragfähig sein. Werden diese Vorgaben nicht eingehalten, hält selbst der beste Flüssigkunststoff nicht. Deshalb sollten Sie diese Methode nur einem erfahrenen Fachbetrieb anvertrauen, nicht der Heimwerker-Variante aus dem Baumarkt – auch wenn entsprechende Sets etwa bei OBI angeboten werden, sind sie für eine vollwertige Sanierung selten ausreichend.

 
Garantie als Qualitätsindikator

Seriöse Fachbetriebe geben auf eine Balkonsanierung mit Flüssigkunststoff 10 bis 15 Jahre Gewährleistung. Wer keine schriftliche Garantie zusichert, hat oft auch nicht das Vertrauen in die eigene Ausführung – fragen Sie immer explizit danach.

Balkonsanierung Aluminium – wenn der Bestand nicht mehr zu retten ist

Manchmal ist der vorhandene Balkon so stark geschädigt, dass eine Sanierung wirtschaftlich keinen Sinn mehr ergibt – beispielsweise wenn die Bewehrung großflächig korrodiert ist oder die Balkonplatte massive statische Mängel aufweist. Folglich kann in solchen Fällen ein Aluminium-Vorsatzbalkon die bessere Lösung sein. Diese Konstruktion wird vor die Fassade gestellt oder daran abgehängt, ist außerdem witterungsbeständig und benötigt praktisch keine Wartung.

Vor- und Nachteile von Aluminium-Balkonen

Ein Aluminium-Balkon kostet je nach Größe und Ausführung zwischen 4.000 und 12.000 Euro – also durchaus vergleichbar mit einer aufwendigen Komplettsanierung. Allerdings haben Sie dann eine komplett neue Konstruktion mit moderner Statik, optionaler thermischer Trennung und einer Lebensdauer von 40 Jahren oder mehr. Außerdem entfallen Wärmebrücken-Probleme weitgehend, weil der neue Balkon thermisch von der Fassade entkoppelt werden kann.

Die Nachteile: Aluminium-Balkone wirken optisch anders als klassische Betonbalkone, sind je nach Bauart genehmigungspflichtig und erfordern eine statische Prüfung der Hauswand. In denkmalgeschützten Gebäuden ist diese Lösung meist nicht zulässig.

Wärmebrücke Balkonplatte – das energetische Problem

Was die meisten Eigentümer übersehen: Eine durchgehende Betonbalkonplatte ist eine der größten Wärmebrücken am gesamten Gebäude. Beton leitet Wärme nämlich rund 50-mal besser als eine moderne Dämmung – außerdem hat ein typischer Balkon eine Auskragungsfläche von 4 bis 10 Quadratmetern. Folglich fließt über diese Fläche im Winter kontinuierlich Heizenergie nach außen ab, während im Sommer umgekehrt Hitze ins Innere dringt.

Folgen einer ungelösten Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke verursacht zwei Probleme zugleich. Zum einen steigen die Heizkosten messbar – je nach Gebäude um 5 bis 15 Prozent jährlich. Zum anderen kühlen die Innenwände rund um den Balkonanschluss stark ab, sodass sich Tauwasser bildet. Daraus entsteht häufig Schimmel, der nicht nur die Bausubstanz angreift, sondern auch ein gesundheitliches Risiko darstellt. Eine Wärmebedarfsberechnung zeigt Ihnen, wie groß der energetische Verlust an Ihrem konkreten Balkon ist.

Lösungsansätze bei der Sanierung

Bei einer ohnehin anstehenden Balkonsanierung lassen sich Wärmebrücken vergleichsweise günstig mit lösen. Es gibt drei bewährte Ansätze:

  • Dämmung der Balkonplatte oben und unten mit XPS-Hartschaum oder einem WDVS-System
  • Thermische Trennung über einen Iso-Korb beim Balkon-Neubau – nur sinnvoll, wenn der Bestand komplett ersetzt wird
  • Anbau eines thermisch entkoppelten Vorsatzbalkons aus Aluminium und Rückbau der alten Auskragung

Welche Lösung wirtschaftlich und bauphysikalisch sinnvoll ist, lässt sich nur mit einem fachlichen Blick auf das Gesamtgebäude beurteilen. Hier kommen wir als Energieberater ins Spiel: Wir prüfen, ob sich die Maßnahme im Rahmen einer Kernsanierung oder eines individuellen Sanierungsfahrplans förderfähig kombinieren lässt – und ob ein Wärmeschutznachweis für Ihr Vorhaben erforderlich ist.

Förderung für die Balkonsanierung

Eine reine Balkonsanierung – also Belag, Abdichtung, Geländer – wird vom Bund nicht gefördert, weil sie keinen direkten energetischen Effekt hat. Sobald Sie jedoch eine energetische Komponente einbauen, sieht die Sache anders aus. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW und des BAFA bietet daher attraktive Zuschüsse, sofern Sie Ihren Balkon im Rahmen einer größeren Sanierung mit angehen.

Diese Förderprogramme kommen in Frage

Programm Zuschusshöhe Voraussetzung
BEG-EM Einzelmaßnahmen (BAFA) 15 % Grundförderung Energetische Maßnahmen wie Dämmung der Balkonplatte oder Fassadendämmung
iSFP-Bonus + 5 % zusätzlich (gesamt bis 20 %) Maßnahme stammt aus einem individuellen Sanierungsfahrplan
KfW 261 Wohngebäude-Kredit bis 150.000 € Kredit, bis 45 % Tilgungszuschuss Sanierung zum Effizienzhaus mit umfassender Maßnahmenkombination
KfW 159 Altersgerecht Umbauen günstiger Förderkredit Barrierefreier Balkonzugang, ebenerdige Schwellen
 
Antrag immer vor Auftragsvergabe

Egal ob BAFA oder KfW: Der Förderantrag muss vor Vertragsunterzeichnung mit dem Handwerksbetrieb gestellt werden. Rückwirkende Anträge sind ausgeschlossen. Für BEG-Anträge müssen Sie zudem einen zertifizierten Energie-Effizienz-Experten einbinden.

Wir übernehmen als Energieberater für KfW die komplette Förderkulisse für Sie – von der Bedarfsermittlung über den Antrag bis zur Verwendungsnachweis-Erstellung. Einen detaillierten Überblick über alle aktuellen Töpfe finden Sie auch in unserem Beitrag zu den energetischen Sanierungsförderungen 2026.

Balkonsanierung-Firma in der Nähe finden – worauf achten?

„Balkonsanierung Firmen in der Nähe” ist eine der häufigsten Suchanfragen rund um das Thema – und zwar aus gutem Grund. Schließlich treffen bei einer Sanierung viele Gewerke aufeinander, jedoch beherrscht nicht jeder Handwerksbetrieb alle. Daher sollten Sie auf folgende Punkte bei der Auswahl achten:

  • Eintragung in der Handwerksrolle und nachweisbare Referenzen für Balkonsanierungen
  • Schriftlicher Kostenvoranschlag mit allen Posten – Material, Arbeit, Entsorgung, Anfahrt
  • Klare schriftliche Garantie auf die Abdichtung (mindestens 5 Jahre, idealerweise 10–15)
  • Versicherungsnachweis für Bauleistungen und Haftpflicht
  • Ehrliche Beratung – ein guter Betrieb empfiehlt nicht immer die teuerste Lösung
  • Fachübergreifende Kompetenz: idealerweise ein Anbieter, der Beton-, Abdichtungs-, Belags- und Geländerarbeiten unter einem Dach hat

Holen Sie immer mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur die Endsumme, sondern auch den Leistungsumfang. Auffällig günstige Angebote sparen oft an der Vorbereitung – und genau dort entstehen später die Probleme. Im Großraum Stuttgart, Reutlingen, Tübingen und Villingen-Schwenningen können wir mit unseren Fliesenlegern in Stuttgart und Umgebung sowohl die Belags- als auch die Abdichtungsarbeiten gewerkeübergreifend abdecken.

Häufige Fehler bei der Balkonsanierung

In unseren Projekten erleben wir immer wieder dieselben Probleme – fast immer entstanden durch Pfusch oder fehlende Fachkenntnis. Wer diese Fehler kennt, kann sie folglich aktiv vermeiden:

  • Schäden unterschätzt: Ein kleiner Riss kann auf eine massive Korrosion der Bewehrung hinweisen. Ohne genaue Diagnose wird oft nur kosmetisch saniert – und das Problem kommt zurück.
  • Fehlendes Gefälle: Wenn Wasser stehen bleibt, schadet auch die beste Abdichtung langfristig. 1,5 Prozent Mindestgefälle sind Pflicht, 2 Prozent sind ideal.
  • Unsaubere Anschlüsse: Die Übergänge zur Hauswand und ums Geländer sind die schwächsten Stellen. Hier passieren 80 Prozent aller Wasserschäden.
  • Falscher Belag: Innenfliesen ohne Frostschutz, Holz ohne Unterlüftung oder rutschige Beschichtungen – jeder dieser Fehler führt zu schneller Wiederholung der Sanierung.
  • Geländer vergessen: Wer Beton und Belag erneuert, aber das alte Geländer stehen lässt, schafft eine Schwachstelle, die in wenigen Jahren wieder rostet und Wasser eindringen lässt.
  • Eigenleistung an falscher Stelle: Streichen, Möbel und Pflanzen ja – Abdichtung und Statik nein. Hier ist Profi-Pflicht.

Balkonsanierung in der Eigentümergemeinschaft

Sofern Sie eine Eigentumswohnung besitzen, wird es bei der Balkonsanierung kompliziert. Grundsätzlich gilt: Die Balkonplatte, das Geländer, die Abdichtung und tragende Bauteile zählen zum Gemeinschaftseigentum – also zur Verantwortung der WEG. Sondereigentum sind hingegen nur Bodenbeläge, Markisen, Pflanzen und Möbel.

Daraus folgt: Schäden an der Substanz muss die Gemeinschaft sanieren, finanziert über Hausgeld oder Sonderumlagen. Sobald die Sanierung das Erscheinungsbild verändert oder bauliche Eingriffe erfordert, brauchen Sie zudem einen Mehrheitsbeschluss laut § 20 WEG. Zusätzlich müssen Sie die Hausverwaltung schriftlich über Schäden informieren – das ist sowohl Ihre Mitwirkungspflicht als auch der erste Schritt, damit das Thema überhaupt auf die Eigentümerversammlung kommt.

Wenn der Balkon dann saniert ist

Ist Ihr Balkon erst einmal frisch saniert, bietet er nicht nur einen schöneren Außenbereich, sondern darüber hinaus auch neue Möglichkeiten. Beispielsweise nutzen viele unserer Kunden die Gelegenheit gleich für ein Balkonkraftwerk: Eine kompakte Mini-Photovoltaikanlage am Geländer erzeugt eigenen Strom, ist seit 2024 zudem mit bis zu 800 Watt zulässig und amortisiert sich häufig schon in 4 bis 6 Jahren. Folglich macht die Kombination aus dichtem Balkon, Wärmebrücken-Sanierung und eigener Stromerzeugung aus einer Pflichtmaßnahme einen echten Mehrwert für Ihre Immobilie.

Fazit

Eine Balkonsanierung ist mehr als ein kosmetisches Projekt. Wer rechtzeitig handelt, schützt nämlich die Bausubstanz, vermeidet außerdem teure Folgeschäden und kann mit der richtigen Planung sogar Wärmebrücken beseitigen sowie Förderung mitnehmen. Mit Kosten zwischen 1.000 und 10.000 Euro liegt das Vorhaben somit im überschaubaren Rahmen – vorausgesetzt, Sie holen mehrere Angebote ein, setzen auf eine fachgerechte Abdichtung mit Flüssigkunststoff und beauftragen einen erfahrenen Fachbetrieb. Folglich lohnt sich eine clevere Balkonsanierung nicht nur kurzfristig, sondern wertet Ihre Immobilie nachhaltig auf.

Weiterführend interessant für Sie: unser Ratgeber zur Kernsanierung mit Kosten und Förderung, der Beitrag zu den aktuellen energetischen Förderprogrammen 2026 und der Überblick zu Aufgaben und Kosten eines Bausachverständigen.

Häufige Fragen zur Balkonsanierung

Was kostet eine Balkonsanierung pro Quadratmeter?

Eine fachgerechte Balkonsanierung kostet je nach Umfang zwischen 200 und 500 Euro pro Quadratmeter. Eine kleine Renovierung mit neuem Belag liegt bei 150 bis 200 Euro pro Quadratmeter, eine Komplettsanierung mit Beton, Abdichtung, Fliesen und Geländer eher bei 350 bis 500 Euro. Reine Abdichtungsarbeiten mit Flüssigkunststoff kosten 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter.

Wie lange dauert eine Balkonsanierung?

Eine durchschnittliche Balkonsanierung benötigt 5 bis 10 Werktage. Trocknungs- und Aushärtungszeiten der Abdichtung verlängern den Zeitraum zusätzlich – je nach Witterung. Bei reinen Belagsarbeiten ohne Beton- und Geländerthemen sind 2 bis 3 Tage realistisch.

Welche Abdichtung ist die beste für einen Balkon?

Für die meisten Sanierungsfälle ist Flüssigkunststoff die beste Wahl: nahtlos, elastisch, UV-beständig und auch für komplizierte Anschlüsse geeignet. Bei einfachen, ebenen Balkonen mit kleinem Budget sind Bitumenbahnen eine günstige Alternative. Dichtschlämme eignet sich vor allem für kleinere Reparaturen, EPDM-Folie für große Flächen.

Wann ist eine Balkonsanierung notwendig?

Wenn Sie Risse im Beton, lockere Fliesen, Stockflecken an der Decke darunter, rostende Geländer oder stehendes Wasser nach Regen feststellen, ist eine Sanierung dringend erforderlich. Spätestens bei freiliegender Bewehrung oder Schimmel im Innenraum sollten Sie sofort handeln, weil dann auch die Statik gefährdet sein kann.

Gibt es eine Förderung für die Balkonsanierung?

Eine reine Balkonsanierung ist nicht förderfähig. Sobald Sie aber energetische Maßnahmen einbeziehen – etwa eine Dämmung der Balkonplatte zur Vermeidung von Wärmebrücken oder eine Kombination mit Fassadendämmung – greift die BEG-Einzelmaßnahmen-Förderung mit 15 Prozent Grundzuschuss. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan kommen weitere 5 Prozent dazu, insgesamt also bis zu 20 Prozent.

Wer zahlt die Balkonsanierung in einer Eigentümergemeinschaft?

Die Balkonplatte, Abdichtung und tragende Bauteile zählen zum Gemeinschaftseigentum – die Sanierung ist also Sache der WEG und wird über das Hausgeld oder eine Sonderumlage finanziert. Bodenbeläge, Markisen und Möbel sind Sondereigentum und vom jeweiligen Eigentümer selbst zu finanzieren. Konkrete Verteilungsschlüssel finden Sie in der Teilungserklärung.

Kann ich meinen Balkon selbst sanieren?

Vorbereitende Arbeiten wie das Entfernen alter Beläge, Reinigen und Streichen von Geländern können Sie selbst übernehmen. Tragende Beton-, Abdichtungs- und Geländerarbeiten gehören jedoch in die Hand eines Fachbetriebs – Fehler an diesen Stellen führen fast immer zu teuren Folgeschäden und können sicherheitsrelevant sein.

Was ist der Unterschied zwischen Balkonsanierung und Balkonrenovierung?

Eine Balkonsanierung beseitigt strukturelle Schäden – Risse, undichte Abdichtungen, korrodierte Bewehrung, lockere Geländer. Eine Balkonrenovierung dient dagegen vor allem der optischen Aufwertung: neuer Anstrich, frischer Belag, Sichtschutz. Je nach Zustand kann eine Renovierung allein nicht ausreichen, wenn die Substanz angegriffen ist.

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