Dieser Beitrag wurde aktualisiert am 30.07.2026
Eine Wärmepumpe holt Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser ins Haus und macht daraus Heizwärme und warmes Wasser. Sie verbrennt nichts, sondern nutzt Strom, um vorhandene Umweltwärme nutzbar zu machen. Aus einer Kilowattstunde Strom werden so im Schnitt drei bis vier Kilowattstunden Wärme.
Damit ist die Wärmepumpe heute die Standardlösung für den Heizungstausch. Der Staat fördert sie über die KfW mit 30 bis 80 Prozent. Wir erklären Ihnen, wie die Technik arbeitet, was ein Einbau realistisch kostet und wann sich der Umstieg für Ihr Gebäude rechnet.
- Eine Wärmepumpe erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme – gemessen wird das über die Jahresarbeitszahl (JAZ).
- Luft-Wasser-Wärmepumpen kosten im Einfamilienhaus meist 20.000 bis 50.000 Euro inklusive Montage, im Mittel rund 36.000 Euro.
- Über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) erhalten Sie 30 Prozent Grundförderung, dazu kommen Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus – maximal 70 Prozent, bei niedrigem Einkommen 80 Prozent.
- Förderfähig sind seit dem 21. Juli 2026 höchstens 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Der Zuschuss liegt damit bei maximal 19.600 beziehungsweise 22.400 Euro.
- Auch im Altbau arbeitet die Wärmepumpe effizient, sofern Heizlast, Heizflächen und Vorlauftemperatur zusammenpassen.
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Was ist eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die keinen Brennstoff verbrennt. Stattdessen entzieht sie ihrer Umgebung Wärme – der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Diese Wärme hebt sie anschließend auf ein Temperaturniveau, mit dem Sie Ihr Haus heizen können. Den Antrieb dafür liefert Strom.
Das Prinzip kennen Sie aus dem Kühlschrank, nur umgekehrt: Der Kühlschrank transportiert Wärme aus dem Innenraum nach außen, die Wärmepumpe holt sie von außen herein. Weil sie überwiegend vorhandene Umweltwärme nutzt, braucht sie deutlich weniger Energie als eine Gas- oder Ölheizung Brennstoff verbraucht.
Die vier Bauteile im Kältekreis
Technisch besteht jede Wärmepumpe aus vier Komponenten: Verdampfer, Verdichter (Kompressor), Kondensator und Expansionsventil. Dazwischen zirkuliert ein Kältemittel, das schon bei niedrigen Temperaturen verdampft. Moderne Geräte arbeiten überwiegend mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290), das einen sehr geringen Treibhauseffekt hat.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Der Kältekreis läuft in vier Schritten ab und wiederholt sich fortlaufend, solange Wärme gebraucht wird. Entscheidend ist dabei der Verdichter: Er erhöht den Druck des Kältemittels, und mit dem Druck steigt auch die Temperatur.
- Kältemittel nimmt Umweltwärme auf
- wird gasförmig
- funktioniert bis unter 0 °C
- Kompressor erhöht den Druck
- Temperatur steigt stark
- hier fließt der Strom hinein
- Kondensator gibt Wärme ab
- speist Heizkreis und Warmwasser
- Kältemittel wird flüssig
- Expansionsventil senkt den Druck
- Kältemittel kühlt ab
- Kreislauf startet erneut
Jahresarbeitszahl: die entscheidende Kennzahl
Wie gut eine Wärmepumpe arbeitet, zeigt die Jahresarbeitszahl (JAZ) – also das Verhältnis von abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom über ein ganzes Jahr. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom werden 3,5 Kilowattstunden Wärme.
Wie hoch die JAZ tatsächlich ausfällt, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in einer Feldstudie mit 77 Anlagen in Bestandsgebäuden gemessen. Luft-Wasser-Geräte erreichten im Mittel 3,4, Sole-Wasser-Geräte 4,3. Die Gebäude waren zwischen 1826 und 2001 gebaut – die Technik funktioniert also nicht nur im Neubau. Neben der JAZ finden Sie in Datenblättern auch den COP-Wert, der aber nur eine Momentaufnahme unter Prüfbedingungen beschreibt.
Je kühler das Heizwasser sein darf, desto weniger muss der Verdichter arbeiten. Pro Grad weniger Vorlauftemperatur sinkt der Stromverbrauch um etwa 2,5 Prozent. Große Heizflächen wie eine Fußbodenheizung oder passende Niedertemperatur-Heizkörper sind deshalb wichtiger als das Baujahr des Hauses.
Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?
Wärmepumpen unterscheiden sich vor allem darin, woher sie ihre Wärme holen. Die Wärmequelle entscheidet über Effizienz, Aufwand und Kosten. Einen ausführlichen Überblick finden Sie in unserem Beitrag zu den Wärmepumpen-Arten.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft und ist mit deutlichem Abstand die häufigste Variante. Sie braucht keine Genehmigung und keine Erdarbeiten, weshalb sie sich fast überall nachrüsten lässt. Bei Monoblock-Geräten sitzt der komplette Kältekreis in der Außeneinheit, bei Split-Geräten ist er auf innen und außen verteilt.
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe gewinnt Wärme aus dem Erdreich, entweder über Erdsonden oder über flächige Kollektoren. Das Erdreich liefert ganzjährig konstante Temperaturen, deshalb liegt die JAZ hier fast einen ganzen Punkt höher. Allerdings brauchen Sie eine Genehmigung, Platz und ein Bohrunternehmen. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe arbeitet mit Grundwasser über zwei Brunnen und ist technisch am effizientesten – dafür ist sie wasserrechtlich genehmigungspflichtig und in Wasserschutzgebieten oft ausgeschlossen.
Luft-Luft-Wärmepumpen erwärmen dagegen nur die Zuluft. Sie eignen sich für sehr gut gedämmte Gebäude mit Lüftungsanlage, ersetzen in einem normalen Bestandsgebäude aber keine wassergeführte Heizung.
| Merkmal | Luft-Wasser | Sole-Wasser | Wasser-Wasser | Luft-Luft |
|---|---|---|---|---|
| JAZ (gemessen bzw. Richtwert) | ~ 3,4 | ✓ 4,3 | ✓ 4,0–5,0 | ~ 3,0–4,0 |
| Erdarbeiten nötig | ✓ Nein | ✗ Ja | ✗ Ja | ✓ Nein |
| Wasser-/bergrechtliche Genehmigung | ✓ Nein | ~ Ja | ✗ Ja | ✓ Nein |
| Nachrüstung im Bestand | ✓ Meist möglich | ~ Platzabhängig | ~ Standortabhängig | ✗ Nur mit Lüftungsanlage |
| Als Heizungsersatz förderfähig | ✓ Ja | ✓ Ja | ✓ Ja | ~ Nur im Einzelfall |
| Lebensdauer Erschließung | ~ entfällt | ✓ 50 Jahre und mehr | ✓ 50 Jahre und mehr | ~ entfällt |
Was kostet eine Wärmepumpe?
Die Preisspanne ist groß, weil jedes Gebäude andere Vorarbeiten braucht. Belastbare Zahlen liefert eine Auswertung von 160 echten Angeboten durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Der Median für eine komplette Luft-Wasser-Anlage lag dort bei knapp 35.000 Euro, der Mittelwert bei rund 36.300 Euro. Etwa 60 Prozent aller Angebote bewegten sich zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Die Stiftung Warentest kommt auf einen vergleichbaren Durchschnitt.
In diesen Summen stecken nicht nur Gerät und Montage, sondern auch Speicher, Hydraulik, Elektroanschluss, Demontage der alten Heizung und Inbetriebnahme. Wer nur den Gerätepreis vergleicht, unterschätzt das Projekt deshalb regelmäßig um mehrere Tausend Euro.
| Variante | Gesamtkosten (Richtwert, ohne Förderung) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe, Einfamilienhaus | 20.000–50.000 €, typisch rund 36.000 € | keine Erschließungskosten |
| Sole-Wasser mit Erdsonde | Luft-Wasser plus etwa 5.000–15.000 € | Bohrung 50–100 €/m, Bedarf ca. 20 m je kW |
| Sole-Wasser mit Flächenkollektor | Luft-Wasser plus etwa 2.000–5.000 € | 25–50 €/m², Bedarf ca. 40 m² je kW |
| Wasser-Wasser mit zwei Brunnen | Luft-Wasser plus etwa 4.000–20.000 € | stark standortabhängig, Gutachten nötig |
| Laufende Kosten pro Jahr | etwa 770–1.000 € Strom plus 150–300 € Wartung | bei 15.000 kWh Wärmebedarf |
Die Zahlen stammen aus Angebotsauswertungen für Einfamilienhäuser in Deutschland. Je nach Heizlast, Zustand der Hydraulik, Region und Hersteller weichen die tatsächlichen Kosten ab. Bei Wasser-Wasser-Anlagen streuen die Marktangaben besonders stark, weil Brunnentiefe und Wasserqualität den Preis bestimmen.
Was die Wärmepumpe im Betrieb kostet
Für den laufenden Betrieb zählt der Stromtarif. Spezielle Wärmepumpentarife liegen 2026 bei etwa 20 bis 25 Cent je Kilowattstunde. Damit liegen sie deutlich unter dem Haushaltsstrompreis von rund 37 Cent.
Ein Einfamilienhaus mit 15.000 Kilowattstunden Wärmebedarf braucht bei einer JAZ von 3,4 rund 4.400 Kilowattstunden Strom. Bei 22 Cent je Kilowattstunde sind das etwa 970 Euro im Jahr. Mit einer Erdwärmepumpe und einer JAZ von 4,3 sinkt der Wert auf rund 770 Euro. Wie sich der Verbrauch im Detail zusammensetzt, zeigen wir im Beitrag zum Stromverbrauch einer Wärmepumpe.
Wie hoch ist die Förderung 2026?
Die Heizungsförderung läuft seit 2024 nicht mehr über das BAFA, sondern über die KfW im Programm 458 für Privatpersonen im Wohngebäude. Mit der Reform der Gebäudeförderung haben sich zum 21. Juli 2026 mehrere Sätze verändert. Wer vorher eine Zusage erhalten hat, behält die alten Konditionen – für alle neuen Anträge gelten die folgenden Werte.
Die Grundförderung beträgt weiterhin 30 Prozent. Darauf lassen sich zwei Boni addieren. Der Klimageschwindigkeitsbonus liegt seit der Reform bei 16 Prozent statt bisher 20 Prozent. Er gilt für selbstnutzende Eigentümer, die eine funktionierende Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtstromspeicherheizung ersetzen oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung austauschen. Der Einkommensbonus ist gestaffelt und beträgt 40, 30 oder 10 Prozent. Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag sind mit der Reform entfallen.
- gilt für jede förderfähige Wärmepumpe
- ohne Einkommensprüfung
- Gebäude mindestens 5 Jahre alt
- Austausch fossiler Heizung
- oder Gas/Biomasse ab 20 Jahren
- sinkt ab Februar 2027 halbjährlich
- bis 30.000 € zvE: 40 %
- bis 40.000 € zvE: 30 %
- bis 50.000 € zvE: 10 %
Rechenbeispiel: Was am Ende ausgezahlt wird
Förderfähig sind höchstens 28.000 Euro für die erste Wohneinheit, für die zweite bis sechste jeweils 15.000 Euro und ab der siebten jeweils 8.000 Euro. Alles darüber zahlen Sie selbst. Nehmen wir eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für 36.000 Euro, die eine 22 Jahre alte Gasheizung ersetzt:
| Fall | Bausteine | Fördersatz | Zuschuss |
|---|---|---|---|
| Ohne Einkommensbonus | 30 % + 16 % | 46 % | 12.880 € |
| zvE 35.000 € (Bonus 30 %) | 30 % + 16 % + 30 % = 76 % → Deckel | 70 % | 19.600 € |
| zvE 28.000 € (Bonus 40 %) | 30 % + 16 % + 40 % = 86 % → Deckel | 80 % | 22.400 € |
Im günstigsten Fall bleiben von 36.000 Euro also 13.600 Euro Eigenanteil. Zusätzlich können Sie den Ergänzungskredit KfW 358 oder 359 nutzen, mit dem Sie bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit zinsverbilligt finanzieren. Welche Programme sich sonst noch kombinieren lassen, zeigt unsere Übersicht der KfW-Programme. Alle Details zur Antragstellung haben wir im Beitrag zur Förderung für Wärmepumpen 2026 zusammengestellt.
Zum 1. Februar 2027 beginnt die Degression: Die förderfähigen Höchstkosten sinken halbjährlich um 750 Euro, der Klimageschwindigkeitsbonus um jeweils 4 Prozentpunkte. Ab August 2028 entfällt dieser Bonus vollständig. Wer den Tausch ohnehin plant, fährt mit einem früheren Antrag deutlich besser.
Sie brauchen einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung und eine Bestätigung zum Antrag (BzA), bevor Sie den Auftrag verbindlich erteilen. Ein zu früh unterschriebener Vertrag ist der häufigste Grund für abgelehnte Anträge. Als Fachbetrieb übernehmen wir diesen Ablauf für Sie.
Wann lohnt sich eine Wärmepumpe?
Wirtschaftlich wird die Wärmepumpe über die Betriebskosten. Der Heizspiegel von co2online weist seit 2022 durchgängig niedrigere Heizkosten für Wärmepumpen aus als für Gas und Öl. Wie schnell sich die Investition zurückverdient, hängt allerdings stark vom Einzelfall ab.
Bei ausgeschöpfter Förderung und einer JAZ von mindestens 3 rechnen die gängigen Vergleichsrechnungen mit rund fünf bis zehn Jahren gegenüber einer neuen Gasheizung. Ohne Boni und mit einer JAZ um 3 verschiebt sich das dagegen auf zehn Jahre und mehr. Entscheidend sind deshalb zwei Größen: Ihr persönlicher Fördersatz und die tatsächlich erreichte Jahresarbeitszahl.
Auch im Altbau eine sinnvolle Lösung
Der häufigste Einwand lautet, im Altbau funktioniere die Technik nicht. Die Fraunhofer-Messungen widerlegen das: Auch in Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert erreichten die Anlagen gute Werte. Entscheidend sind drei Punkte – eine korrekt berechnete Heizlast, ausreichend große Heizflächen und eine Vorlauftemperatur von möglichst unter 55 Grad.
Wo diese Voraussetzungen fehlen, gibt es meist einfache Lösungen. Oft genügt es, einzelne Heizkörper zu tauschen und die Anlage hydraulisch abzugleichen. Ist die Gebäudehülle sehr schlecht, senkt eine Dämmung von Dach oder Kellerdecke die Heizlast so weit, dass eine kleinere und günstigere Wärmepumpe ausreicht.
Wann eine Wärmepumpe nicht die erste Wahl ist
Es gibt Fälle, in denen wir abraten. Dazu gehören Gebäude mit sehr hohen Vorlauftemperaturen über 65 Grad bei gleichzeitig unsanierter Hülle. Ebenso kritisch sind Grundstücke ohne geeigneten Aufstellort mit ausreichendem Abstand zur Nachbarbebauung. Ist in Ihrer Straße Fernwärme geplant, lohnt außerdem ein Blick in die kommunale Wärmeplanung, bevor Sie investieren.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Die größten Fehler passieren vor dem Kauf, nicht danach. Eine zu groß dimensionierte Wärmepumpe taktet häufig, verschleißt schneller und verbraucht mehr Strom als nötig. Zu klein ausgelegte Geräte brauchen dagegen ständig den elektrischen Heizstab.
Heizlast berechnen statt schätzen
Grundlage jeder Planung ist die Heizlast nach DIN EN 12831 – also die Wärmeleistung, die Ihr Gebäude an einem kalten Wintertag tatsächlich braucht. Daumenregeln wie „Watt pro Quadratmeter“ führen regelmäßig zu falschen Geräten. Wir erstellen die Heizlastberechnung raumweise und leiten daraus die Leistungsgröße ab.
Schall und Aufstellort früh klären
Außeneinheiten sind heute deutlich leiser als früher. Seit Januar 2026 verlangt die BEG-Förderung, dass das Außengerät den Ökodesign-Grenzwert um 10 Dezibel unterschreitet. Für Geräte bis 6 Kilowatt bedeutet das höchstens 55 Dezibel Schallleistung, bis 12 Kilowatt höchstens 60 Dezibel.
Wichtig ist trotzdem die Immissionsseite, also der Wert am Nachbargebäude. Nachts gelten in reinen Wohngebieten 35 Dezibel, in allgemeinen Wohngebieten 40 Dezibel. Mit jeder Verdopplung des Abstands sinkt der Pegel um etwa 6 Dezibel. Welche Abstände zur Grundstücksgrenze bauordnungsrechtlich gelten, regeln die Länder unterschiedlich. Wir prüfen das für Ihren Aufstellort vorab mit der zuständigen Behörde.
So läuft ein Projekt bei GREENOX ab
- Bestandsaufnahme und Heizlastberechnung: Wir erfassen Gebäude, Heizflächen und Warmwasserbedarf und rechnen die Heizlast raumweise nach DIN EN 12831.
- Konzept und Fördercheck: Sie erhalten einen Vorschlag für Wärmequelle, Leistungsgröße und Aufstellort – zusammen mit der konkreten Fördersumme für Ihren Fall.
- Antrag bei der KfW: Wir stellen die Bestätigung zum Antrag aus und begleiten den Antrag, bevor der Auftrag verbindlich wird.
- Installation und Einregulierung: Nach dem Einbau gleichen wir die Anlage hydraulisch ab und optimieren die Heizkurve – erst das sichert die berechnete Jahresarbeitszahl.
Weil unsere Energieberatung und die Handwerksleistung im selben Haus liegen, gibt es keine Lücke zwischen Planung, Förderantrag und Montage. In unseren Projekten in Stuttgart, München und Köln ist genau diese Schnittstelle sonst die häufigste Fehlerquelle.
Fazit
Eine Wärmepumpe ist heute für die meisten Bestandsgebäude die wirtschaftlich und technisch sinnvollste Heizung. Die Feldmessungen zeigen, dass sie auch im Altbau zuverlässig arbeitet, sofern Heizlast, Heizflächen und Vorlauftemperatur zueinander passen. Mit 36.000 Euro Investition und bis zu 22.400 Euro Zuschuss bleibt ein Eigenanteil, der sich über die niedrigeren Betriebskosten in fünf bis zehn Jahren zurückverdient.
Weil die Fördersätze ab Februar 2027 sinken, lohnt sich eine frühe Entscheidung. Der wichtigste Schritt ist nicht die Wahl des Herstellers, sondern eine saubere Auslegung – und der Förderantrag vor der Auftragserteilung.
Weiterführende Artikel: Wärmepumpen-Arten im Vergleich, KfW 458 im Detail und Stromverbrauch einer Wärmepumpe.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe
Über KfW 458 erhalten Sie 30 Prozent Grundförderung, bis zu 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und bis zu 40 Prozent Einkommensbonus. Der Deckel liegt bei 70 Prozent, bei einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 Euro bei 80 Prozent. Förderfähig sind maximal 28.000 Euro.
Eine komplette Luft-Wasser-Anlage kostet in der Praxis 20.000 bis 50.000 Euro, im Mittel rund 36.000 Euro inklusive Speicher, Hydraulik und Montage. Erdwärme kostet je nach Erschließung 2.000 bis 15.000 Euro mehr.
Ja. In einer Fraunhofer-Feldstudie mit 77 Anlagen in Gebäuden der Baujahre 1826 bis 2001 erreichten Luft-Wasser-Geräte eine durchschnittliche Jahresarbeitszahl von 3,4. Wichtig sind ausreichend große Heizflächen und eine Vorlauftemperatur unter 55 Grad.
Wasser-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen erreichen die höchsten Jahresarbeitszahlen, weil Grundwasser und Erdreich ganzjährig gleichmäßig warm sind. Sie brauchen aber eine Genehmigung und höhere Erschließungskosten als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Geförderte Außengeräte bis 12 Kilowatt liegen bei maximal 60 Dezibel Schallleistung. Am Nachbarfenster kommt davon je nach Abstand deutlich weniger an, nachts sind in Wohngebieten 35 bis 40 Dezibel zulässig. Der Aufstellort entscheidet.
Das Gerät selbst arbeitet 15 bis 20 Jahre, oft länger. Erdsonden und Brunnenanlagen halten 50 Jahre und mehr, sie müssen also bei einem späteren Gerätetausch nicht erneuert werden.


